betroffen.at

Plattform Betroffene kirchlicher Gewalt

in Allgemein

Wir sind die erste und einzige unabhängige Anlaufstelle von Betroffenen für Betroffene kirchliche Gewalt

Wir helfen Menschen die sexueller oder körperlicher Gewalt durch kirchliche MitarbeiterInnen ausgesetzt waren und sind. Weiters wollen wir der Vertuschung kirchlicher Einrichtungen entgegenwirken und die Bevölkerung über die Methoden der Täter und deren Auswirkungen aufklären, um unsere Kinder vor zukünftigen Übergriffen bestmöglich zu schützen.

  • Vertrauliche Anlaufstelle für Betroffene.
  • Erstberatung und Vermittlung von psychotherapeutscher Betreuung.
  • Vernetzung von Betroffenen.
  • Aufbau eines Dokumentationsarchivs.
  • Regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen.
  • Aufklärung und Medienarbeit

 

Herr M. L. berichtet

in Betroffene berichten

Es ist nicht einfach, ich habe gerade elf Wochen Therapie hinter mir und trotzdem stehe ich immer noch neben mir!

Meine Geschichte ist, dass ich meine Frau betrogen habe und für mich nach den Grund gesucht habe, ich wollte wissen warum ich mich so verhalte!

Immer wieder habe ich mich im Netz nach anderen Frauen umgesehen, jedoch wenn es intimer wurde habe ich den Kontakt abgebrochen!
Dann hatte ich mit einer Kollegin eine Affäre, jedoch nicht mit ihr geschlafen! So der Stand jetzt!

Vor zwei Jahren habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht, in der wir nach einem Jahr, nach intensiver Arbeit darauf kamen: Säckchen in meiner Kindheit , als ich Messdiener war von dem Pastor missbraucht wurde! wie folgt!

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Frau C.K. berichtet

in Betroffene berichten

Ich habe alle Notizen etc. vernichtet, um Abstand zu gewinnen, aber manches vergisst man nie.

1970/71. Begonnen hat meine Kirchenkarriere in der 2. Klasse, weil ich so gut lesen konnte. Ich musste meinen Unterricht verlassen um zu üben, wann immer jemand für einen Gottesdienst gebraucht wurde um irgendetwas vorzulesen. Meine Mitschüler hatten Unterricht, ich musste lesen üben gehen in die Klasse, die gerade den Gottesdienst vorbereitete. Ich wollte das nicht und fühlte mich ausgenutzt. Sie verfügten über mich wie über einen Gegenstand.

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Sexueller Missbrauch – Das Ausmaß des Verbrechens

in Allgemein, Deutschland, Missbrauch

Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. „Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar“, heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares „mindestens“. Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

Quelle: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/komplettansicht

Missbrauchsstudie dokumentiert Tausende sexuelle Übergriffe

in Allgemein, Deutschland, Missbrauch

Eine neue Studie der katholischen Kirche offenbart: Mindestens 1670 Kleriker haben sich von 1946 bis 2014 an Schutzbefohlenen vergangen. Und der Missbrauch dauert offenbar noch an.

Die katholische Kirche in Deutschland hat ein massives Problem im Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Priester und Ordensleute. Dies ist das Ergebnis der MHG-Studie, dem Report eines Forschungskonsortiums der Universitäten Mannheim, Heidelberg und Gießen.

Die von der Deutschen Bischofskonferenz bestellte, streng vertrauliche Studie soll am 25. September von Kardinal Reinhard Marx in Fulda vorgestellt werden. Dem SPIEGEL liegt die Zusammenfassung der Ergebnisse vor.

Demnach wurden mehr als 38.000 Personal- und Handakten aus 27 deutschen Diözesen untersucht und ausgewertet. Für den Zeitraum von 1946 bis 2014 zählt die Studie 3677 überwiegend männliche Minderjährige als Opfer sexueller Vergehen. 1670 Kleriker werden der Taten beschuldigt.

Mehr als die Hälfte der Opfer waren zum Tatzeitpunkt maximal 13 Jahre alt. In etwa jedem sechsten Fall kam es zu unterschiedlichen Formen der Vergewaltigung. Drei Viertel aller Betroffenen standen mit den Beschuldigten in einer kirchlichen oder seelsorgerischen Beziehung.

Die vorliegenden Zahlen werden als konservative Annahme bezeichnet. „Erkenntnisse über das Dunkelfeld wurden nicht erlangt“, schreiben die Autoren der Studie: „Damit unterschätzen alle Häufigkeitsangaben die tatsächlichen Verhältnisse“.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-in-deutschland-studie-zaehlt-3677-missbrauchsopfer-a-1227688.html

Papst nimmt Rücktrittsgesuch von US-Kardinal an

in Allgemein

Papst Franziskus hat den früheren Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, aus dem Kardinalsstand entlassen. Der 88-Jährige soll Priesteranwärter und Minderjährige sexuell missbraucht haben.

Franziskus nahm das Rücktrittsgesuch des prominenten US-Kardinals an. Der emeritierte Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, dürfe auch keine öffentlichen Ämter mehr ausführen, teilte der Vatikan mit. McCarrick habe sein Rücktrittsgesuch am Freitag eingereicht. Der 88-Jährige muss nun laut Vatikan in einem Haus bleiben, wo er ein „Leben des Gebets und der Buße“ führen solle, bis die Vorwürfe gegen ihn vor einem Kirchengericht geklärt seien.
Nach Medienberichten soll McCarrick, der von 2001 bis 2006 die Erzdiözese Washington leitete, junge Priesteranwärter zum Sex genötigt sowie mindestens zwei Minderjährige missbraucht haben. Die bisher bekannt gewordenen Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 1970 und 1990 und damit auf die Zeit vor der Ernennung McCarricks zum Erzbischof der US-Hauptstadt.
Quelle: https://www.dw.com/de/papst-nimmt-rücktrittsgesuch-von-us-kardinal-an/a-44863247
siehe auch: https://www.nytimes.com/2018/07/28/world/europe/cardinal-theodore-mccarrick-resigns.html

Nachbetrachtung zum Sommerfest geschrieben von Gabriele K.

in Allgemein, Veranstaltungen

Als der blutrote Mond über unserer Stadt aufging, nahm ich an der Jahresversammlung der „Opfer kirchlicher Gewalt“ teil. Es war ein schöner, ruhiger Sommerabend unter reifen schwarzen Trauben, ein malerischer Garten voller freundlicher und glücklicher Menschen – so schien es. Ich war dort als Pastafari-Freund, ich konnte keine Geschichten erzählen. Meine Eltern haben mich atheistisch erzogen. Ich bin nie von den langen Armen der katholischen Kirche berührt worden und wenn – es war nur ein kleiner Witz für mich. Für MICH.

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Fotos vom Sommerfest 27.7.18

in Allgemein

Es war eine wunderschöne Sommernacht! Dank an Sepp, Föni, Christian,  dem Heurigen Herrmann und der Mondfinsternis!

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Sommerfest Betroffen

in Allgemein

Am: Freitag, 27. Juli,  18:00 – 23:59
Ort: Weinbau Herrmann, 1160 Wien, Johann-Staud-Straße 51
Gastgeber: Plattform Betroffene kirchlicher Gewalt

Eintritt gratis. Konsumation auf eigene Rechnung.
Die Wirtin öffnet eigens für uns zu diesem Termin den Heurigen!

Damit wir alle Kraft für die Zukunft schöpfen, uns einander besser kennen und unserere Unterstützer schätzen, veranstalten wir ein Sommerfest an einem ganz speziellen Ort und zu einem ganz besonderen Zeitpunkt!
Ein Fest und Treffen offen für alle, die mit dem Umgang der Kirche mit ihren eigenen Verbrechen nicht einverstanden sind!

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Wirbel um Bischof Schwarz vor Wechsel nach Sankt Pölten

in Medienberichte

kurier.at, 15.6.2018
Schützte der damals zuständige Bischof in Gurk einen beschuldigten Missbrauchs-Täter?

Wenige Tage, bevor Bischof Alois Schwarz die Leitung der Diözese Sank Pölten übernimmt, gibt es Aufregung um einen Missbrauchsfall, der in seine Amtszeit als Bischof von Gurk (Kärnten) fällt.
Vom Diakon missbraucht
Der heute erwachsene J.B. wuchs in einem Kärntner SOS Kinderdorf auf. Als Ministrant griff er einmal in den Spendenkorb – mit den 20 Schilling kauft er Süßigkeiten. Der Diakon erpresste ihn daraufhin und zwang ihn zu sexuellen Handlungen. Andernfalls würde er den Platz im Kinderdorf verlieren. Die Übergriffe zogen sich über eineinhalb Jahre, mit Folgen: J.B. erkrankte seelisch, er musste in der Jugendpsychatrie Klagenfurt behandelt werden.

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Als Kind missbraucht, von der Klasnic Kommission verraten

in Missbrauch, Pressemeldungen

Schützte Bischof Schwarz den Täter?

(Klagenfurt, Moosburg, Wien, 15.6.18, PUR) Nach seiner Versetzung von Gurk nach St. Pölten holt Bischof Schwarz ein Fall von Vertuschung sexueller Gewalt ein: J.B. wuchs vom Babyalter an im Kärntner SOS Kinderdorf Moosbruck auf. Als 11jähriger Ministrant entnahm er 20 Schilling aus dem Spendenkorb, um Süßigkeiten zu kaufen. Diakon L. hatte dies beobachtet. Fortan erpresste er ihn und zwang ihn zu sexuellen Handlungen. Dabei drohte er ihm auch mit dem Verlust seines Zuhauses im SOS Kinderdorf, falls er sich wehrte.

https://vimeo.com/275124092

Anale Vergewaltigung und Drohungen
Eineinhalb Jahre lang musste er Diakon L. mit der Hand sowie auch oral befriedigen und wurde auch anal von ihm vergewaltigt. Jack.B. wurde dabei verletzt und betonte ständig, dass er dies nicht wolle. Doch der Geistliche setzte ihn unter Druck, gab ihm als Einzigen einen Fünfer in Religion und stellte ihm nach, als der Jugendliche aus Angst das SOS Kinderdorf wechselte.

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