betroffen.at

Herr M. L. berichtet

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Es ist nicht einfach, ich habe gerade elf Wochen Therapie hinter mir und trotzdem stehe ich immer noch neben mir!

Meine Geschichte ist, dass ich meine Frau betrogen habe und für mich nach den Grund gesucht habe, ich wollte wissen warum ich mich so verhalte!

Immer wieder habe ich mich im Netz nach anderen Frauen umgesehen, jedoch wenn es intimer wurde habe ich den Kontakt abgebrochen!
Dann hatte ich mit einer Kollegin eine Affäre, jedoch nicht mit ihr geschlafen! So der Stand jetzt!

Vor zwei Jahren habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht, in der wir nach einem Jahr, nach intensiver Arbeit darauf kamen: Säckchen in meiner Kindheit , als ich Messdiener war von dem Pastor missbraucht wurde! wie folgt!

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Frau C.K. berichtet

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Ich habe alle Notizen etc. vernichtet, um Abstand zu gewinnen, aber manches vergisst man nie.

1970/71. Begonnen hat meine Kirchenkarriere in der 2. Klasse, weil ich so gut lesen konnte. Ich musste meinen Unterricht verlassen um zu üben, wann immer jemand für einen Gottesdienst gebraucht wurde um irgendetwas vorzulesen. Meine Mitschüler hatten Unterricht, ich musste lesen üben gehen in die Klasse, die gerade den Gottesdienst vorbereitete. Ich wollte das nicht und fühlte mich ausgenutzt. Sie verfügten über mich wie über einen Gegenstand.

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Als Minderjährige von Pfarrer geschwängert: Eine Frau klagt an

in Betroffene berichten, Missbrauch, Pressemeldungen

Klosterschülerin im Erziehungsheim sexuell misshandelt, verprügelt, geschwängert und zur Adoptionsfreigabe gezwungen. Kardinal Schönborn schützte den Täter – er ist bis heute in kirchlicher Jugendarbeit in Wien aktiv. Schlimmer Verdacht: Wurden Schülerinnen ohne deren Wissen Eizellen entnommen?

(Hollabrunn, Wien, 4.5.18) Clara (Name geändert) wurde schon als Kind sexualisierte Gewalt angetan. In Bulgarien geboren und von ihrem Stiefvater jahrelang misshandelt, flüchtete sie mit ihrer Mutter nach Österreich. Mit 13 kam sie nach längerem Martyrium ins Schwesternkloster Hollabrunn. Clara konnte kein Deutsch, aber alle wussten bald, dass sie sexuelle Gewalt erlitten hatte. Sie galt als Freiwild und musste –nach ihren Angaben- dem dortigen Kaplan V. sexuell zu Diensten sein. Schon bei der ersten Beichte soll er übergriffig geworden sein, erinnert sich Clara: „Der Kaplan sagte mir, dass Gott mir meine Kindersünden nur vergibt, wenn ich ihn im Beichtstuhl oral befriedige.“ So ging es dann unter Drohungen und Einschüchterungen jahrelang weiter.

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Andreas Ulrich kämpft um sein Erbe mit seinem Vater, ein Priester in St. Wolfgang.

in Betroffene berichten, TV & Filme

In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ (ORF) geht es um ein dramatisches Schicksal.
Um die Aufarbeitung einer dunklen Vergangenheit im kirchlichen Milieu.

Andreas Ulrich kämpft um sein Erbe mit seinem Vater, ein Priester in St. Wolfgang.
Es geht ihm aber weniger um das Materielle, sodern um Versöhnung.

Leider ist das Video, so wie viele andere auch, nicht mehr auf youTube verfügbar. Komisch! youtu.be/j9dQGyQnS7M

Die spirituellen Fallschirmjäger des Vatikan

in Betroffene berichten, Missbrauch

zeit online, 20. April 2014 von Kai Biermann

Weißer Chormantel, Dornenkrone mit weißem Schleier – Schwestern der Gemeinschaft "Das Werk" beim Gebet | © Illustration Evelyn Schubert

Weißer Chormantel, Dornenkrone mit weißem Schleier – Schwestern der Gemeinschaft „Das Werk“ beim Gebet | © Illustration Evelyn Schubert

Eine Frau sucht im Kloster des Ordens „Das Werk“ Geborgenheit. Sie findet sektenartige Strukturen, wird sexuell missbraucht und ein Opfer religiösen Fundamentalismus.

Manche reisen nach dem Abitur in die Welt, manche suchen sich eine Lehrstelle, viele studieren. Klara geht ins Kloster. Es ist das Jahr 2003. Der Krieg im Irak hat gerade begonnen, in Österreich regiert zum zweiten Mal die FPÖ mit, Arnold Schwarzenegger wird Gouverneur in Kalifornien. Für Klara ist das alles fernes Rauschen. Viel lauter ist eine Stimme in ihr, die sagt, sie sei berufen. Klara ist neunzehn Jahre alt.

Sie ist in Süddeutschland aufgewachsen, mit sechs Geschwistern und der Überzeugung, dass die Kirche Halt und Trost gibt. „Seit ich sechzehn war, wollte ich Nonne werden“, sagt sie. Heute will sie davon erzählen, um andere zu warnen. Es war ein Wunsch, an dem sie fast zugrunde ging.

Zum Artikel: www.zeit.de/

Heimskandal: Pfarrer bat zur „Reinigung“

in Betroffene berichten, Medienberichte

kurier.at, 16.7.2012

In einem Tiroler Kinderheim lernten Mädchen den Horror kennen. Ein Priester soll eine Jugendliche missbraucht haben.
Der sensationellen Entscheidung des Bundessozialamtes, einem ehemaligen Heimkind eine staatliche Pension zukommen zu lassen (der KURIER berichtete in der Sonntag-Ausgabe) , liegt ein tragisches, persönliches Schicksal zugrunde.
Die gebürtige Salzburgerin Heike K., 68, (Name von der Redaktion geändert) lebt heute in Deutschland. Als Kind wurde sie missbraucht, mit 14 wurde sie schwanger, mit 16 in das Tiroler Fürsorge-Erziehungsheim St. Martin in Schwaz gesteckt. „Das war für sie der Horror“, sagt ihr Anwalt Christian Sailer. Heike K. lebt heute zurückgezogen. Die Pension wurde ihr zuerkannt, da sie schwere psychische und physische Probleme hat, die auf Verbrechen zurückgehen, die in St. Martin verübt wurden.
„Es war schlimmer als im Gefängnis“, erinnert sich Heike K. „Vergitterte Fenster, verschlossene Türen. Es wurde gesagt, ich gehöre zum Abschaum. Ich sei eine Hure mit Hosentürl-Blick.“ Strafen für Kleinigkeiten, Sprechverbot, Schreibverbot, Besuchsverbot.
Außerdem musste hart gearbeitet werden. „Zuerst kam ich in die Waschküche.“ Die Wäsche der Erzieherinnen, des Heimes und die gesamte Wäsche eines Knaben-Erziehungsheimes wurde von den Mädchen auf der Waschrumpel gewaschen. Noch heute seien ihre Fingernägel wegen der Lauge „wie Papier“. Schon mit 17 hatte sie im Heim durch das Schleppen der Waschkörbe einen Bandscheibenvorfall. Später folgte Rheuma. „Meine Gelenke sind kaputt, verformt.“

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In den Händes des Sadisten

in Betroffene berichten, Medienberichte

Taz, 26.6.2012

Zehn Jahre verbrachte Walter Nowak im Kinderheim des Thurgauer Klosters Fischingen. Er erzählt von Folter und Missbrauch. Obwohl ein Fachgremium seine Schilderungen glauwürdig einstufte, verweigert ihm das Kloster eine Entschädigung.
Artikel download: [pdf]

Sexueller Missbrauch: Offener Brief an Bundespräsident Fischer

in Betroffene berichten, Politik

Wien, 20.6.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer,

Mit großer Verwunderung haben wir erfahren, dass Sie den sog. „Zwischenbericht“ der Klasnic-Kommission  „dankend“ entgegengenommen haben.

Die Klasnic-Kommission wurde von der katholischen Kirche mit dem offiziellen Ziel eingerichtet, Betroffenen freiwillig und unbürokratisch zu helfen bzw. diese zu entschädigen. Die Realität liefert freilich ein anderes Bild. Offensichtlich dient die Kommission auch dazu, Kritik von der katholischen Kirche abzuwenden und die Einberufung einer staatlichen Untersuchungskommission (z.B. nach dem Vorbild Irlands) zu verhindern. Leider hat in Österreich eine konsequente Aufarbeitung im Sinne der Opfer nie stattgefunden. Wir haben Informationen, dass 35 pädokriminelle Priester nach wie vor im Amt sind, einige von ihnen sogar nach wie vor mit Kindern arbeitend. Die meisten dieser Fälle sind der Klasnic-Kommisison bekannt.

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Church abuse in Austria

in Betroffene berichten, Medienberichte

Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt hat bekanntgegeben, dass sie der röm. kath. Kirche in Österreich eine Liste von 40 klerikalen Mitgliedern, die des sexuellen Missbrauchs verdächtigt werden, übergeben hat. Phillip Schwärzler von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt spricht mit Riem Higazi über diesen Bericht. Der Beitrag in englisch:

church_abuse_fm4_5_6_2012

Plattform Betroffene kirchlicher Gewalt: 35 pädophile Priester unbehelligt im Amt

in Betroffene berichten, Medienberichte

Betroffene fordern Bischöfe zum Handeln auf und übermitteln Liste von Beschuldigten

(Wien, 4.6.12, PUR) – Bei der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt sind seit März 2010 mehr als 400 Meldungen zu Gewalt gegen Kinder und Jugendliche eingegangen. In diesem Zusammenhang wurden vielfach auch die Namen der Gewaltausübenden genannt. Besonders beschämend ist es, dass sich 35 beschuldigte Priester nach wie vor im Dienst befinden. Einige von ihnen wurden zwar kurzfristig suspendiert, aber nach Abflauen des öffentlichen Interesses schon bald wieder in der Seelsorge eingesetzt. Die Hoffnung, dass seitens der römisch-katholischen Kirche nachhaltige Konsequenzen gezogen wurden, hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Diese zögerliche Haltung stellt eine der Ursachen für sexuelle Gewalt in der Kirche dar. „Es ist empörend, wenn Priester in neuen Pfarren eingesetzt werden bzw. als Aushilfspriester tätig sind, wenn ein vielfach schuldig gewordener Priester in den Kunst- und Kulturbeirat der Erzdiözese Wien berufen und zum Kirchenrektor einer oberösterreichischen Kirche ernannt wird“, sagt der Psychologe Philipp Schwärzler von der unabhängigen Hotline. „Es ist unfassbar, dass ein Priester, der sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt hat, jetzt Sakristeidirektor in einer Stiftskirche ist. Oder dass ein burgenländischer Pfarrer trotz einer strafrechtlichen Verurteilung zu 18 Monaten bedingter Haft wegen versuchtem schweren sexuellen Missbrauchs, sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren und Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz wieder sein Pfarreramt inne hat.“

Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Die Namen dieser und weiterer Männer wurden jetzt an die zuständigen Bischöfe gesandt mit der Aufforderung, endlich Konsequenzen zu ziehen bzw. die in manchen Fällen noch notwendigen Abklärungen vorzunehmen und bis Ende Juli 2012 über die Ergebnisse zu informieren. Es sind insgesamt 40 Personen, denen allesamt sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgeworfen wurde. 35 Priester (davon 17 Ordenspriester), 2 nicht geweihte Ordensangehörige sowie 3 Laienmitarbeiter. In nahezu zwei Drittel dieser Fälle liegen auch Angaben darüber vor, dass kirchliche Stellen (Ombudsstellen; Klasnic-Kommission; Vorgesetzte wie Bischöfe, Äbte usw.) über die Vorwürfe informiert sind. Trotzdem dürfen diese Männer immer noch ehrenvolle Ämter bekleiden und priesterliche Funktionen ausüben.
Die Anzahl der beschuldigten Priester im Amt verteilt sich auf folgende Diözesen:

Erzdiözese Wien, Kardinal Schönborn: 11
Diözese Graz-Seckau, Bischof Kapellari: 7
Erzdiözese Salzburg, Erzbischof Kothgasser: 6
Diözese Innsbruck, Bischof Scheuer: 5
Diözese Linz, Bischof Schwarz: 4
Diözese St. Pölten, Bischof Küng: 3
Militärdiözese, Bischof Werner: 2
Diözese Eisenstadt, Bischof Zsifkovics: 1
Diözese Essen (D), Bischof Overbeck: 1

Kaplan Paterno und das Schweigen des Bischofs
Die Verantwortlichen der Diözese Feldkirch werden darüber informiert, dass die vielen Betroffenen von sexueller Gewalt durch Kaplan Paterno immer noch auf eine öffentliche Stellungnahme warten. Kaplan Paterno hat die Taten bis zu seinem Tod geleugnet und die Verantwortlichen der Diözese haben sich bei den Betroffenen trotz Kenntnis der eindeutigen Sachlage nie öffentlich entschuldigt.

vernetzung@betroffen.at

Presse-Rückfragen: FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Siehe auch: www.tt.com und oe1.orf.at

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