betroffen.at

Betroffenen formieren sich: Schadensersatzklage gegen die Republik Österreich

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Die im April 2010 gegründete „Klasnic-Kommission“ hat den Auftrag, jene Betroffene zu entschädigen, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg Opfer von körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt durch kirchliche Amts- und Würdenträger geworden sind. Durch „Clearing-Gespräche“ seitens der Kommission soll geklärt werden, inwieweit bei den betroffenen Opfern die Voraussetzung für die Zuerkennung und in welcher Höhe einer Entschädigungszahlungen gegeben ist. Mittlerweile formieren sich die Betroffenen um eventuell eine Schadensersatzklage gegen die Republik Österreich einzubringen. Auch mit dem Beistand des amerikanischen Netzwerkes SNAP (Survivors Network of those abused by Priests).

Lesen Sie hier einen Beitrag über die aktuelle Situation:
„Lächerliche Summe“ & und ein Interview mit Barbara Blaine: ECHO-Artikel-SNAP [pdf]
Das Interview mit einem Betroffenen „Oper minus Schutz“): www.echoonline.at

Massenhafte Kirchenaustritte: Zeichen der Solidarität mit Missbrauchs-Opfern

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(Wien, 11.1.2011 PUR) Die Plattform „Betroffene Kirchlicher Gewalt“ sieht die Kirchen-Austrittswelle als Solidaritäts-Barometer mit Missbrauchsopfern, als starkes Zeichen der Zivilcourage der österreichischen Bevölkerung. „Bei den Menschen herrscht Unmut darüber, dass die österreichische Kirche unter Kardinal Schönborn so wenig gegen die Täter in den eigenen Reihen unternimmt“, so die Plattform. Zuletzt brüskierte Schönborn jene, die sich von der Kirche abwenden mit einem geschmacklosen Nazi-Vergleich. Bereits in den 90ern erregte Schönborn mit einem solchen Vergleich Kritik: Als die Vorwürfe gegen Kardinal Groer 1995 bekannt wurden, bezeichnete er diese als „die größten Angriffe auf die Kirche seit der Nazi-Zeit“ (Profil, 1995). Geschichtliche Fakten weisen jedoch auf Verstrickungen der Kirche mit dem 3.Reich hin. Aktuell wurde beispielsweise bekannt, dass die Kirche Nationalsozialisten wie dem Hitler-Patenkind Pater Adolf Martin Bormann in einem Salzburger Kloster Unterschlupf bot, wo er dann Kinder grausam und ungestraft missbraucht haben soll. >> profil.at

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87.000 Katholiken aus der österreichischen Kirche ausgetreten

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(PM) Klasnic-Jahres-Bilanz: Totale Überforderung.

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Zurücktreten und Weg zur staatlichen Kommission freimachen

(Wien, 23.12.10 PUR) Noch im Frühjahr gab Waltraud Klasnic an, alle Fälle bis Ende 2010 abarbeiten zu wollen. Bisher hat sie jedoch erst 97 von 721 Fällen abgeschlossen. „Bei diesem Tempo wird die Kommission noch viele Jahre brauchen. Das ist den Betroffenen nicht zumutbar“, kritisiert die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt. „Viele, die sich in ihrer großen Not an Klasnic gewandt haben, sind alt und krank. Eines der Gewaltopfer, das sich der Kirchen- Kommission anvertraut hat, ist bereits verstorben. Auch andere werden die langsame Vorgangsweise nicht überleben und so nicht einmal die ohnehin mickrige Entschädigung von der Kirche erhalten.“

„Waltraud Klasnic ist hoffnungslos überfordert mit der Aufarbeitung der Fälle. Sie soll aus Anstand gegenüber den Betroffenen von sich aus die Konsequenz ziehen und ihre Arbeit niederlegen. Damit würde sie auch den Weg für eine staatliche Kommission frei machen. Das wäre der beste Dienst, den Sie den kirchlichen Gewaltopfern erweisen könnte. Es wäre auch ein Dienst an der Demokratie. Denn dass die Kirche ihre Gewaltverbrechen selbst aufklären will und der Staat dabei tatenlos zusieht, ist einer Demokratie unwürdig“ stellt Sepp Rothwangl, Buchautor und Sprecher der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt fest.

Kardinal im Zwielicht?

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Unabhängige Kommission auch zur Prüfung von Schönborns Vorgehensweise gefordert

(Wien, 25.11.10, PUR) Bisher schien Christoph Schönborn im kirchlichen Missbrauchsskandal ein Fürsprecher der Opfer zu sein, doch seit heute haben sich die Hinweise verdichtet, dass auch er womöglich selbst zu den von ihm kritisierten Vertuschern gehört: In der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ erhebt ein ehemaliges Experten-Mitglied der Ombudsstelle der Erzdiözese Wien schwere Vorwürfe gegen Kardinal Christoph Schönborn. Von vielen der heuer öffentlich gewordenen Fälle habe der Kardinal „mit Sicherheit“ gewusst, so wird er im Standard zitiert. ( http://derstandard.at/)

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Missbraucht, ignoriert, diffamiert: Betroffene kirchlicher Gewalt

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Erstmals enthüllt detaillierter Bericht Schattenseite der römisch-katholischen Kirche

(Wien, 24.11.10, PUR ) Seit März 2010 gibt es die kirchenunabhängige Hotline für Betroffene kirchlicher Gewalt. Betroffene erhalten Erstberatung durch Klinische PsychologInnen sowie rechtlichen Beistand durch Rechtsanwälte. Der Bericht der Hotline offenbart in bisher noch nie da gewesener Form, statistisch aufbereitet, Fakten zu diesen dunklen Seiten der Kirche. Das Ausmaß kirchlicher Gewalt wurde erstmals in Österreich umfassend dokumentiert und wird nun öffentlich gemacht.

PK Pressetext deutsch [pdf]
PK Pressetext englisch [pdf]
Bericht der Unabhängigen Hotline für Betroffene kirchlicher Gewalt [pdf]

Schönbor-Klasnic Angebot: Neuerliche Verhöhnung der Betroffenen

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(25.6.10 PUR) Die heute von der kircheneigenen Klasnic-Kommission angebotenen Entschädigungssätze (5.000 bis max. 25.000) werden von der kirchenunabhängigen Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt postwendend als neuerliche Beleidigung der Betroffenen strikt abgelehnt. Während die Kirchen-Kommission mehrfach betonte, großzügiger als die Judikatur sein zu wollen, ist der Maximalsatz mit EUR 25.000.- weit unter der ohnehin geringen gerichtlichen Schadenersatzsumme. Hier wurden für einen schweren Fall von Missbrauch bereits EUR 55.000 bezahlt. In Irland etwa, wurde im Schnitt jeder Betroffenen mit EUR 65.000.- entschädigt.

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Polizei durchsucht erzbischöfliche Büros in Brüssel

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(ORF, 24.06.2010) Bei Ermittlungen wegen Missbrauchs von Kindern und Besitzes von Kinderpornografie hat die Polizei gestern Büros im bischöflichen Palast des Erzbistums Brüssel-Mechelen durchsucht. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga zufolge wurde auch das Büro des im Jänner zurückgetretenen Kardinals Godfried Danneels (77) durchsucht. Der Computer des einstigen Vorsitzenden der belgischen Bischofskonferenz wurde beschlagnahmt.

Opferanlaufstelle durchsucht
Das flämische Fernsehen VRT berichtete, die Durchsuchungen seien Teil von Ermittlungen, bei denen es darum gehe, ob die katholische Kirche Belgiens in den vergangenen Jahren über Missbrauchsvorwürfe gegen Priester Bescheid wusste und entsprechende Erkenntnisse geheim gehalten habe.

Die Polizisten beschlagnahmten bei einer anderen Hausdurchsuchung 450 Akten über angebliche Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Seelsorger. Diese Akten befanden sich in den Räumen einer Kommission in Löwen, die von der belgischen Bischofskonferenz als Anlaufstelle für Opfer eingerichtet worden war. Der Vorsitzende der Kommission, Peter Adriaenssens, protestierte gegen die Polizeiaktion und erklärte, es gebe mit der Staatsanwaltschaft eine Absprache über die Vertraulichkeit der Unterlagen.

Missbrauch in der Kirche: Kostenlose Rechtsvertretung für Betroffene

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(Wien, 23.6.2010 PUR) Die kirchenunabhängige Plattform „Betroffene Kirchlicher Gewalt“ bietet kostenlose Rechtsvertretung (außergerichtlich) an. Betroffenen, welche sich bisher an die kirchliche Klasnic-Kommission unter Kardinal Schönborn oder an die Ombudsstellen der Diözesen gewandt haben, wird geraten, nicht voreilig Vergleiche, Stillschweigeabkommen o.ä. zu unterzeichnen. Auch diese Personen sind eingeladen, die ihnen vorgelegten Verträge durch die Anwälte der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt kostenlos überprüfen zu lassen.

Klasnic erhielt hohen Papst Orden

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Befangene Klasnic-Kommission verunmöglicht unabhängige Untersuchung der Kirchenverbrechen

(26.4.2010 PUR) Die Kirche rund um Kardinal Schönborn zieht alle PR-Register, um eine offensichtlich gefürchtete staatliche Untersuchungskommission durch eine eigene, vorgetäuscht „unabhängige“ Kommission zu verhindern. Dass die von Schönborn designierte Kommissions-Leiterin Waltraud Klasnic jedoch keineswegs unabhängig ist, zeigt auch die Tatsache, dass ihr im Jahre 2003 der päpstliche „Gregorius-Orden für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion“ verliehen wurde. Es ist dies eine der ranghöchsten Auszeichnungen, die der Papst an Laien verleiht. „Wer immer in dieser Kommission sitzen mag, sie ist und bleibt eine von der Kirche und damit von Tätervertretern eingesetzte, bezahlte und gesteuerte Gruppe“, ärgert sich Klaus Fluch von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Die Plattform sieht die Kommission als bloßes Feigenblatt, um die Gründung einer staatlichen unabhängigen Kommission nach irischem Vorbild zu verhindern.

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