betroffen.at

Wirbel um Bischof Schwarz vor Wechsel nach Sankt Pölten

in Medienberichte

kurier.at, 15.6.2018
Schützte der damals zuständige Bischof in Gurk einen beschuldigten Missbrauchs-Täter?

Wenige Tage, bevor Bischof Alois Schwarz die Leitung der Diözese Sank Pölten übernimmt, gibt es Aufregung um einen Missbrauchsfall, der in seine Amtszeit als Bischof von Gurk (Kärnten) fällt.
Vom Diakon missbraucht
Der heute erwachsene J.B. wuchs in einem Kärntner SOS Kinderdorf auf. Als Ministrant griff er einmal in den Spendenkorb – mit den 20 Schilling kauft er Süßigkeiten. Der Diakon erpresste ihn daraufhin und zwang ihn zu sexuellen Handlungen. Andernfalls würde er den Platz im Kinderdorf verlieren. Die Übergriffe zogen sich über eineinhalb Jahre, mit Folgen: J.B. erkrankte seelisch, er musste in der Jugendpsychatrie Klagenfurt behandelt werden.

weiter lesen »

Lussuria – Journalist wirft Vatikan Vertuschung von Missbrauchsskandalen vor

in Bücher, Medienberichte

Hohe Geistliche an der Seite des Papstes seien involviert, schreibt Enthüllungsjournalist Fittipaldi in seinem neuen Buch. Es handle sich um 1200 Fälle in drei Jahren.

Der Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi wirft dem Vatikan in seinem am Donnerstag erscheinenden Buch „Lussuria“ (Unzucht) vor, unzählige Missbrauchsskandale in der italienischen Kirche gedeckt zu haben. Die Skandale seien auch von hohen Prälaten an der Seite von Papst Franziskus verheimlicht worden, kritisierte Fittipaldi.

Zum Artikel: diepresse.com 16.01.2017, APA

Beschwerde gegenüber Radio Ö1

in Medienberichte

Wir ersuchen um Unterstützung unserer Beschwerde gegenüber dem Radiosender Ö1.
Bitte das PDF runterladen und die unterschriebene Beschwerde an uns bis spätestens 3.11.2016 weiterleiten.
info@betroffen.at

Vielen herzlichen Dank,
Sepp Rothwangl (Obmann)

Beschwerdetext im vollem Wortlaut

Hohenzell: Pädo-Kardinal Groer erhält neuen, extraschweren Mühlstein

in Medienberichte, Missbrauch

Linzer Bischof wird mit Tafel wegen Duldung von Missbrauchsleugnung bedacht

Groer Mahnmal

Groer Mahnmal

(18.12.14, Hohenzell, PUR) „Da die Diözese Linz den Kopf in den Sand steckt, müssen wir selbst aktiv werden“, erklärt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Und diese Aktivität ist wahrlich gewichtig: 150 kg wiegt jener Mühlstein, der seit heute neben der Gedenktafel für den verstorbenen Kardinal Groer zu bewundern ist. Aus der Mitte des Mühlsteins ragt das Antlitz Groers, in Anlehnung an das Bibelzitat: „Wer aber eines von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, dem wäre nütze, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Matthäus-Evangelium 18:6-16).

Bischof Schwarz zeigt keine Einsicht

Die Notwendigkeit der Mühlstein-Platzierung drängte sich anlässlich der Kontroverse um die verharmlosende Gedenktafel für den pädokriminellen verstorbenen Kardinal Groer auf. Diese schmückt seit 1989 die Kirchenwand von Hohenzell. Dagegen hagelte es jedoch Protest von Seiten Betroffener sexueller kirchlicher Gewalt. „Gespräche mit der Diözese Linz blieben jedoch ergebnislos“, bedauert Sepp Rothwangl. Bischof Schwarz habe nichts unternommen, um den Groer-verherrlichenden Hohenzeller Pfarrer Bauer in die Schranken zu weisen und die skandalöse Gedenktafel zu entfernen – sie sollte ursprünglich daran erinnern, dass Groer hier für ungeborene Kinder (sic!) gebetet hat.

Hohenzell braucht ein neues Denkmal

„Aus diesem Anlass haben wir vor vier Wochen dort einen ersten kleinen symbolischen Mühlstein als Berichtigung der Gedenktafel angebracht“, so Rothwangl. Als diese Ergänzung entfernt wurde, rief die Plattform zur großen Mühlstein-Sammelaktion auf. „Wir haben österreichweit großen Zuspruch erhalten und mehrere große und schwere Mühlsteine erhalten“, freut sich Rothwangl. „Einen der Größten haben wir nun in Hohenzell abgeliefert.“ Für die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt ist Hohenzell zum Synonym für die Leugnung und Vertuschung der kirchlichen Missbrauchsverbrechen geworden, „ein passender Ort für ein Mühlstein-Denkmal im Dienste der Wahrheit. Weitere Schritte überlegen wir“, so Rothwangl abschließend.

Presse-Rückfragen+Fotos: PURKARTHOFER PR, Mag. Jakob Purkarthofer, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

>>> Download Fotos in HiRes [10 mb]

Protest gegen Groer-Denkmal: Pfarrer bezieht Stellung

in Medienberichte

profil.at, 21.11.2014
378517_eIn der oberösterreichischen Gemeinde Hohenzell bei Ried im Innkreis formiert sich Protest gegen ein Denkmal für den verstorbenen ehemaligen Wiener Erzbischof Hans Hermann Groer.
Es erinnert seit Jahren daran, dass Groer in der Hohenzeller Kirche 1989 für ungeborene Kinder gebetet hat. 1995 musste Groer wegen Missbrauchs von Zöglingen zurücktreten. In profil bezieht Pfarrer Josef Bauer erstmals Stellung. Er will die Gedenktafel nicht entfernen lassen: „Es hat keine gerichtliche Verurteilung Groers stattgefunden. Ich kannte ihn persönlich und kann mir nicht vorstellen, dass an den Vorwürfen etwas dran ist.“

An der Kirchenwand in Hohenzell prangt – ausgerechnet – der Beginn eines Bibelzitats aus dem Matthäus-Evangelium: „Wer aber eines von diesen Kleinen…“, in der Bibel heißt es weiter: „…die an mich glauben, ärgern wird, dem wäre nütze, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt brachte aus Protest einen Mühlstein mit dem Foto Groers an dem Denkmal an. „Es soll an die Verbrechen Groers erinnern, die weiterhin von seinen Anhängern geleugnet werden“, sagt Sepp Rothwangl (siehe Bild), der Obmann der Plattform.
zum Artikel: www.profil.at

„Geh auf den Strich, das lohnt sich in deinem Alter“

in Medienberichte, Missbrauch

In der Jugendarbeit tätiger Pfarrer twittert auf anonymen Account homosexuelle Neigung

(Pyhra, Wien, 30.9.14, Sperrfrist 17.00) Pater P. aus NÖ hat seltsame Vorlieben. Neben intensivem Bierkonsum am Oktoberfest pflegt er zwei Twitteraccounts: Auf jenem der Pfarrgemeinde postet er Belange der Pfarrgemeinde, auf dem anderen (P!U5 – zwischenzeitlich gelöscht) geht er seinen privaten Neigungen nach. Diese erscheinen bedenklich, geht es doch bei den krassesten Tweets um „Stricherdienste“: einem offensichtlichen jugendlichen Burschen empfiehlt er, als Stricherjunge zu arbeiten. Gerne reimt er auch: „Mark, der treibt´s im Park“ und viele weitere zweideutige Tweets, meist an junge Burschen mit homosexueller Neigung gerichtet. Auch das Foto eines Buben mit nacktem Oberkörper und umgehängtem Kreuz postet Pater P. ungeniert. Nun hat sich ein besorgter Vater aus der betroffenen Gemeinde an die Plattform „Betroffene Kirchlicher Gewalt“ gewandt, „denn wir haben in unserer Gemeinde sehr viele Ministranten und auch meine Kinder kommen einmal in dieses Alter“. Zuvor war Pater P. Religionslehrer in einer niederösterreichischen Volksschule. Er war auch dort vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Über sich selbst postet der Göttweiger Benediktiner und Absolvent des St. Pöltner Priesterseminars auch schon mal: „Fohlen mit Schlappschwanz. Kann nicht mehr“ und stellt seinen jugendlichen Tweetpartnern schlüpfrige Fragen: „wenn du schwul wärst, mit wem dann?“.

Zwtl: Kirche lässt in der Jugendarbeit jede Sorgfaltspflicht vermissen

„Wir vermuten hier jedenfalls den Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses“, erklärt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt. „Nach all den Missbrauchsskandalen ist es unfassbar, dass die Kirche ganz offensichtlich keinerlei Sorgfalt bei der Auswahl jener Geistlichen, die mit Kindern arbeiten, walten lässt.“ Der Staat dürfe nicht länger akzeptieren, dass die Kirche in den Schulen derart veranlagte Religionslehrer zulässt. „Allein schon die im Twitter Account zelebrierte Verherrlichung der Trinkgelage (Tweet: „knackevoll durch die Nacht“) am Oktoberfest ist für einen Religionslehrer inakzeptabel“, bekräftigt Rothwangl. Auch der zuständige Bischof Küng sei informiert worden „bis jetzt wurden jedoch keine nennenswerten Maßnahmen getroffen“ so Rothwangl. Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt fordert aus aktuellem Anlass, dass der Kirche die personelle Entscheidungsmacht über die Religionslehrer aberkannt werden müsse. Wichtig wären auch unabhängige psychologische Eignungstests aller Kinder- und Jungendseelsorger. Außerdem bedankt sich Rothwangl bei jenen couragierten BürgerInnen, die sich an die Plattform wandten. „Nur durch hinschauen und ansprechen kann verhindert werden, dass die Kirche Missbrauch as usual vertuscht“, schließt Rothwangl.
[nggallery id=3]

Barbara Prammer unterstützte Betroffene Kirchlicher Gewalt

in Medienberichte

Plattform will begonnene Projekte zu Ende führen

(Wien, 3.8.14, PUR) Mit Bestürzung reagierte die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt auf die Nachricht vom Tod Barbara Prammers.

barbara-prammer„Sie war eine der wenigen österreichischen SpitzenpolitikerInnen, die sich aufrichtig und engagiert um die Anliegen der Betroffenen Kirchlicher Gewalt gekümmert hat und Gerechtigkeit für diese einmahnte. Dabei knickte sie auch nicht vor dem Druck der röm.-kath. Kirche ein. Nie vergessen werden wir, wie couragiert und beherzt sie der einseitigen Präsentation der Klasnic-Kommission im Parlament einen Riegel vorschob. Wir sind es ihr schuldig, die mit ihr gemeinsam geplanten Projekte für eine redliche Aufarbeitung der tausendfachen Missbrauchsfälle in der röm.-kath. Kirche weiterzuführen“ erklärt dazu Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt.

Warum bricht der Kirche die Basis für die Zukunft weg.

in Medienberichte, TV & Filme

Die Erzdiözese bricht neuen Österreichrekord an Kirchenaustritt.
Radiosendung „Mittagszeit“ vom 21. Jänner 013 des ORF Landesstudio Salzburg von Katharina Garzuly mit Höreranrufen und den Diskutanten Anton Bucher (Theologe) und Sepp Rothwangl (Mitbegründer der Initiative gegen Kirchenprivilegien)

https://www.youtube.com/watch?v=YdgJsPJ-ljM

UNO: Kirche setzt Kinder “hohem Risiko” aus

in Medienberichte, Missbrauch

hpd, 6.2.2014, von Christoph Baumgarten

WIEN. (hpd) Das Kinderrechtskomitee der UNO erhebt schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche. Bis heute habe der Heilige Stuhl das Ausmaß an Kindesmissbrauch und struktureller Gewalt an Kindern nicht anerkannt und setze Kinder bis heute einem “hohen Risiko” aus.

Dutzende Pfarrer, die sich an Kindern vergangen haben, sind nach wie vor im Dienst, kritisiert das Kinderrechtskomitee der UNO. Und sie haben nach wie vor Kontakt zu Kindern. Die Kirche setze so “Kinder in vielen Ländern einem hohen Risiko von sexuellem Missbrauch aus”.

Es sind deutliche Worte, die das Kinderrechtskomitee der UNO in seinem Bericht an den Heiligen Stuhl richtet. Deutlich vor allem, wenn man die diplomatisch-juristische Sprache bedenkt, in der das 16-seitige Dokument geschrieben ist. Dieses Risiko, so das Komitee, sei Ergebnis der jahrzehntelangen Praxis, bekannte Kinderschänder von Pfarre zu Pfarre zu versetzen.

weiter lesen »

Uno-Bericht zu Kinderrechten in der Kirche: Katalog der gelebten Doppelmoral

in Medienberichte, Missbrauch, TV & Filme

spiegelonline.de, vom 5.2.2014 von Barbara Hans
Die Uno kritisiert die katholische Kirche für ihren Umgang mit Kindern – insbesondere Missbrauch, Vertuschung, Züchtigung. Das Fazit: Der Vatikan schütze seinen Ruf, nicht die Rechte Minderjähriger. Der Report ist eine weltliche Abrechnung mit der kirchlichen Doppelmoral.

Hamburg – Es ist ein Aufeinanderprallen zweier Welten: Die Vereinten Nationen, gegründet, um den Weltfrieden zu sichern – und die Weltkirche, die seit jeher Sonderrechte pflegt und verteidigt, vor allem gegen einen sich wandelnden Zeitgeist. Die Vereinten Nationen haben dem Vatikan in ihrem aktuellen Bericht zu Kinderrechten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der Kirchenstaat sei vor allem darauf bedacht, sich selbst zu schützen – nicht aber die Kinder in seiner Obhut. Schadensbegrenzung heißt aus Sicht der katholischen Kirche demnach, Schaden von der eigenen Reputation abzuwenden.

weiter lesen »

Artikel aus der Kategorie Medienberichte