betroffen.at

ZIB24 Studiogespräch vom 17.4.2012

in Betroffene berichten, Medienberichte, TV & Filme

Im Studio zu Gast sind Caroline List von der „Klasnic-Kommission“ und Opfervertreter Sepp Rothwangl von der „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“.

https://youtu.be/ZvlJazaOyW0

Bilanz der Klasnic-Kommission

in Medienberichte

ORF, ZIB24, 17.4.2012
Zwei Jahre ist es nun her, dass die unabhängige Opferschutz-Anwaltschaft, besser bekannt als Klasnic-Kommission, zu arbeiten begonnen hat. Zwei Jahre lang hat sie Opfer von sexuellem Missbrauch, von Misshandlungen, die diese in kirchlichen Einrichtungen über sich ergehen lassen mussten, beraten und sich dann letztlich um die Auszahlung von Entschädigungsgeldern zu gekümmert. Über 1200 Opfer haben sich seitdem gemeldet, über 700 sind bis jetzt entschädigt worden.
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ORF, ZIB, 16.4.2012
Zwischenbilanz der Klasnic-Kommission: Die unabhängige Opferschutz-Anwaltschaft hat vor zwei Jahren ihre Arbeit aufgenommen. Ziel war es, Opfern von sexuellem Missbrauch und Gewalt in kirchlichen Einrichtungen rasch und unbürokratisch zu Entschädigung und Therapie zu verhelfen. 702 Betroffene sind bisher entschädigt worden.
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Missbrauch: 40 Priester noch im Amt?

in Medienberichte

Die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ kritisiert weiterhin die ihrer Meinung nach mangelnde Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche. Derzeit seien rund 40 beschuldigte Priester im Amt, sagte Sepp Rothwangl von der Plattform heute.
Nicht nur die Opferschutzanwaltschaft, der die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic vorsitzt, wurde vor zwei Jahren im Auftrag der katholischen Kirche gegründet. Auch die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ startete damals ihre Tätigkeit und kritisiert seitdem die „Klasnic-Kommission“ als von der Kirche abhängig.
Wenig habe sich seitdem geändert, bemängelt Rothwangl, der laut eigener Aussage selbst Missbrauchsopfer ist. So würden Priester geschützt: „Ich sehe in der Vertuschung der Fälle einen Bestandteil der Tat.“ Die Namen jener rund 40 missbrauchsverdächtigen Geistlichen, die derzeit immer noch im Amt seien, kenne man. Eine Veröffentlichung behalte sich die Plattform vor, so Rothwangl. Die Plattform schlägt der Kirche auch vor, Klagen auch zivilrechtlich prüfen zu lassen, da hier andere Verjährungsfristen gelten würden.

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Pressekonferenz: Kirchliche Aufarbeitung gescheitert

in Pressemeldungen

Vertuschung ist nach wie vor üblich
Betroffene, Opposition und Kinderpsychologe ziehen erdrückende Bilanz

(16.4.12) Vor zwei Jahren gründete sich aus eigener Kraft die unabhängige „Plattform
Betroffener kirchlicher Gewalt“. Allein in den ersten zehn Tagen kontaktierten 150 Opfer aus
römisch-katholischen Internaten und Kinderheimen die Hotline der Plattform. Erstmals wurde
offenbar, dass der Umgang des römisch-katholischen Personals mit Kindern in geschlossenen
Institutionen oft sadistisch und menschenverachtend war.

16.4.12, Missbrauch in der r.k. Kirche: Bilanz über die letzten beiden Jahre
Download pdf – Pressemappe 16.4-2.doc

16.4.12, Der Kinderpsychologe Holger Eich über die gescheiterte Aufarbeitung der röm.-kath. Kirche
Download pdf – Zwei Jahre Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt

AVISO PK am 16.4. – Missbrauch in der r.k. Kirche: Bilanz über die letzten beiden Jahre 

in Medienberichte, Veranstaltungen

(Wien, 12.4.2012, PUR) Vor 2 Jahren haben viele Opfer kirchlicher Gewalt ihr Schweigen erstmals gebrochen.
Was ist seit dem geschehen? Und wie beurteilen Betroffene, Experten und die Opposition die Aufarbeitung durch kirchliche und staatliche Stellen?

Am Podium:
Holger Eich, Psychologe (Fachgebiet: Gewalt gegen Kinder)
Albert Steinhauser, NR-Abg., Justizsprecher, Die Grünen
Sepp Rothwangl, Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt

Montag 16.4.2012, 10.00,
Cafe Leopold, Museumsplatz 1 (MQ), 1070 Wien

Rückfragen+Anmeldung (erforderlich): FJ PURKARTHOFER PR,
+43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Missbrauch in Mehrerau: Wenn Klöster mauern

in Medienberichte

Mutter Kirche beweist im Umgang mit straffällig gewordenen Söhnen Langmut. Nach Missbrauch ist in Klöstern Versetzungspolitik und Intransparenz üblich, wie zwei Fälle aus der Abtei Mehrerau zeigen.
Über Fragen des Daseins lange nachzudenken, ist eine der Aufgaben von Kirchenmännern. Die Frage, wann und wie lange ein wegen Missbrauchs verurteilter Priester suspendiert wurde, scheint zu den ganz kniffligen zu gehören. Kassian Lauterer, Altabt der Bregenzer Abtei Mehrerau, brauchte zur Beantwortung neun Tage. Am 19. März teilte er den Medien mit, er habe „Pater J.“ 1982, nachdem er von den Eltern eines missbrauchten Schülers informiert worden war, „sofort aus dem Schuldienst entfernt, als Priester suspendiert und versetzt“. Wie lange die Suspension dauerte, wollte er nicht sagen.
Am 28. März ließ Lauterer dem Standard über Sprecher Harald Schiffl ausrichten: „Die Suspendierung wurde im Herbst 1982 mit ausdrücklicher Genehmigung des Bischofs von Innsbruck aufgehoben.“ In der Diözese Innsbruck sind jedoch keine Daten dazu auffindbar. Pressesprecher Michael Gstaltmeyr: „Wir wissen nur, dass der Pater am 1.9.1982 in Sautens als Priester angefangen hat und am 10.3.2010 suspendiert wurde. Über Gerichtsverfahren vor 2010 wurde die Diözese nicht informiert.“

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Aufklärung auf katholisch

in Medienberichte

Zwei Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im Stift Kremsmünster – Zwischenbilanz eines Konvikt-Absolventen

Zwei Jahre ist es nun her, seit ein ehemaliger Schüler des Stiftsgymnasiums Kremsmünster das Schweigen gebrochen hat. Zwei Jahre ist es nun auch her, seit Abt Ambros Ebhart nach anfänglichem Zögern eine umfassende Aufklärung der Missbrauchs- und Gewaltfälle im Stift Kremsmünster angekündigt hat.
Zwei Jahre lang ist man im Stift Kremsmünster also nicht müde geworden, die zahlreichen Opfer mit solch heuchlerischer „Öffentichkeitsarbeit“ weiter zu verhöhnen und sie damit einer erneuten Traumatisierung auszusetzen. Man hat die schwerwiegende Schuld stets nur kleinweise, so weit als gerade nötig zugegeben, und es damit vermieden, die Dinge wirklich beim Namen zu nennen. Denn gegen den Hauptbeschuldigten P. Alfons Mandorfer wurde nach den Aussagen dutzender Betroffener wegen des Verdachts auf folgende Delikte ermittelt: Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen, Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen, gefährliche Drohung, unerlaubter Waffenbesitz, schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen und Vergewaltigung.
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Stiftsleitung von Kremsmünster schützte pädophilen Mitbruder

in Medienberichte

Man sei schockiert, Konkretes habe man aber nicht gewusst: Die Verteidigungslinie des Stifts Kremsmünster ist klar definiert – Polizeiliche Akten belegen aber gezielte Vertuschung
„Gerüchte“ habe es gegeben, und es sei aus heutiger Sicht „ein großer Fehler“ gewesen, diesen nicht nachzugehen. Abt Ambros Ebhart gibt diese Antwort gerne auf die heikle Frage, ob man denn tatsächlich nichts von gewalttätigen Übergriffen und dem sexuellen Missbrauch im Internat des Stiftes Kremsmünster mitbekommen habe. Vergangene Woche war es wieder einmal Zeit für die bekannte Rechtfertigung. Der 1200 Seiten starke Gerichtsakt der Staatsanwaltschaft Steyr gelangte an die Öffentlichkeit und offenbart ein Bild des Schreckens. Bis in die 1990er-Jahre soll es im Internat des Stiftsgymnasiums Kremsmünster sexuellen Missbrauch und Gewalt gegeben haben.
Pumpgun-Pater
Mit dem Rücken an der Klosterwand sieht man sich vonseiten der Stiftsleitung zum Handeln gezwungen. Erst jetzt wird Pater A. von allen offiziellen Funktionen im Kloster suspendiert. Die Staatsanwaltschaft Steyr leitet Ermittlungen gegen zwölf Beschuldigte ein.
Übrig geblieben ist ausgerechnet Pater A. Dem übrigens auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz angelastet wird. Denn der scheinbar fromme Mönch liebt nicht nur Kinder, sondern auch Waffen. Eine Pistole und eine illegale Pumpgun wurden beschlagnahmt. Vonseiten des Stiftes konnte, trotz mehrmaliger Versuche, niemand für eine Stellungnahme erreicht werden.
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Prozess: Missbrauchsopfer gegen Mehrerau

in Medienberichte

Am Landesgericht Feldkirch hat der Zivilprozess eines 57-Jährigen gegen das Kloster Mehrerau begonnen. Der Mann verlangt 200.000 Euro Schmerzengeld, weil er als Schüler von einem Priester über drei Jahre hinweg vergewaltigt worden sei. Der Priester, dem der Missbrauch vorgeworfen wird, ist angeblich bereits 1967 einschlägig verurteilt worden. Der 57-Jährige weinte vor Gericht und meinte, ihm seien 40 Jahre Lebensqualität verloren gegangen. Der Prozess wurde vertagt.
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Missbrauch: Neue Klage gegen das Kloster Mehrerau

in Medienberichte

Ein ehemaliger Internatsschüler klagt das Vorarlberger Kloster auf 135.000 Euro Schmerzengeld und Verdienstentgang. Es ist die zweite Klage dieser Art.

Das Bregenzer Zisterzienser-Kloster Mehrerau sieht sich mit einer weiteren Zivilgerichtsklage eines ehemaligen Internatsschülers konfrontiert. Der Kläger verlangt 135.000 Euro an Schmerzengeld und Verdienstentgang, außerdem solle das Kloster auch für zukünftige Schäden haften. Der Mann wird von mindestens 20 ehemaligen Mitschülern unterstützt, teilte die Gruppe rund um das Opfer am Montag in einer Aussendung mit.

Es sei in den vergangenen Monaten klar geworden, dass in Schule und Internat des Klosters Mehrerau über rund 15 Jahre hinweg sexuelle Gewalt an Schülern ausgeübt worden sei, erklärte Philipp Schwärzler als Sprecher der Gruppe.
Priester trotz Verurteilung in der Jugendarbeit
Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Priester, der bereits 1967 wegen Missbrauchs von Minderjährigen strafrechtlich verurteilt worden sei. Dennoch habe das Kloster den Pater bis 1982 weiterhin in der Jugendarbeit eingesetzt. „Das Kloster hat den verurteilten Sexualstraftäter mit Kindern und Jugendlichen arbeiten lassen, daher steht es unserem Verständnis nach auch in der Verantwortung“, sagte Schwärzler.
Die Gruppe beruft sich unter anderem darauf, dass die Verjährung im Falle ihres Mitschülers nicht greife. „Nachdem die letzte sexuelle Gewalthandlung an dem Mann im März 1982 erfolgte, wurde die Klage noch rechtzeitig vor der 30-jährigen absoluten Verjährungsfrist eingebracht“, erklärte dazu Rechtsanwalt Sanjay Doshi, der den Mann vertritt.
Erste Klage im Jänner
Eine erste Zivilgerichtsklage gegen das Kloster Mehrerau ist im Jänner bekanntgeworden. Ein heute 57-Jähriger, der eigenen Angaben zufolge in den 1960er Jahren von demselben Pater vergewaltigt wurde, fordert vom Kloster 200.000 Euro. Das Kloster stellt sich allerdings auf den Standpunkt, nicht für das vorsätzliche Handeln einzelner Mitglieder zu haften.
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