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Stift Admont: Betroffene an Bischof Kapellari: „Du sollst nicht lügen!“

in Medienberichte

(Admont, Wien 3.2.21012, PUR) In dieser Woche erhoben zwei ehemalige Schüler von Stift Admont schwere Vorwürfe gegen zwei Pater: rituelle Auspeitschungen, schwere körperliche und sexuelle Gewalt. Einer der Pater ist bis heute als Priester im Einsatz. Bereits 2010 seien Kardinal Schönborn, Bischof Kapellari und die Klasnic Kommission darüber informiert worden, sagt einer der Betroffenen. In seiner gestrigen Presseaussendung behauptet der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari nun:

1. dass er 2010 lediglich von den Vorwürfen physischer Gewalt erfahren habe, nicht jedoch von den schweren sexuellen Übergriffen.
2. dass er sich als Diözesanbischof der Steiermark nicht für die beiden steirischen Priester zuständig fühle und an die Klasnic Kommission verwiesen habe.

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Korrektur zur Pressemeldung vom 1.2.2012:

in Allgemein, Betroffene berichten

Die Kathpress hat ihre gestrigen Meldung bzgl. Aussagen von Prof. (h.c.) Hösele später geändert.
Jetzt soll es heißen:
„Hösele wies darauf hin, dass aber anderen
Opfern aus dem Umfeld des Stiftes Admont sehr wohl Hilfeleistungen von
Seiten der Opferschutzkommission zuerkannt wurden.“

Ob es sich bei den „Hilfeleistungen“ an Opfer des zweiten beschuldigten Priesters ging (es wurden 2 Täter genannt), hat die Kathpress bisher nicht mitgeteilt.
Presse-Rückfragen: FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Stift Admont: „Rituelle Vergewaltigungen von Buben“ – weiterer Betroffener meldet sich.

in Allgemein, Betroffene berichten

Schönborn, Kapellari und Klasnic als Mitwisser durch Sachverhaltsdarstellung schwer belastet

(Admont, Wien, 1.2.2012 PUR) Vorgestern hat ein heute 58jähriger rituelle Auspeitschungen Ende der 60er Jahre in Stift Admont durch 2 Priester beschrieben. Heute meldet sich ein weiterer Betroffener zu Wort, der im Jahr 2010 eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Graz und an die Klasnic Kommission gesandt hatte. Darin werden die Angaben von Anton F. bestätigt: „Besonders in den ersten Jahren kam es zu massivem Missbrauch und Misshandlungen mir gegenüber. Massive Schläge ins Gesicht und Auspeitschungen mit Ledergürtel am offenen Gesäß. Die Auspeitschungen erfolgten in Form sexuell-ritueller Handlungen von beiden Erziehern gemeinsam und im Privatzimmer von Pater Gebhard G. Dabei waren die Auspeitschungen ein „Vorspiel“ zum sexuellen Missbrauch. Mein Kopf wurde zwischen die Beine eines Paters geklemmt, während dieser onanierte, und der andere Pater (….) mich vergewaltigte. (….) Zusätzlich war es bei Pater Koloman V. gängige Praxis, brennende Zigaretten auf meinem Arm auszulöschen, die Narben sind bis heute gut sichtbar. Nach der Matura wurde die Belastung aus dem Missbrauch und den Misshandlungen während meiner Schulzeit in Admont so groß, dass ich mit 19 Jahren einen Selbstmordversuch unternahm und mir die Pulsadern aufschnitt. Mein Vater rettete mich in letzter Sekunde.“

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Kritik an Klasnic-Kommission (Medienberichte)

in Medienberichte

Nach welchen Kriterien vergibt die Klasnic-Kommission Geld an mutmaßliche Opfer von sexueller Gewalt in der Kirche? In einem Fall, der das Stift Admont betrifft und in dem es Zeugen und sogar ein mittlerweile widerrufenes Geständnis gab, haben die Opfer jedenfalls kein Geld bekommen. Und das sorgt nun für große Empörung.

Ö1 Morgenjournal vom 30.1.2012
ORF News vom 30.1.2012

Stift Admont: Mann von Klosterbrüdern ausgepeitscht und vergewaltigt

in Medienberichte
  • Ein Täter immer noch im Amt
  • Klasnic Kommission verweigert Entschädigung
  • Schönborn und Kapellari wussten davon und unternahmen nichts

(Admont, Wien, 30.1.12 PUR) In Stifte Admont wurde Anton F. (Name geändert) von 1966 bis 1969 von den zwei Padres Koloman V. und Gebhart G. ausgepeitscht und bewusstlos geschlagen. Er musste eiskalt duschen und stundenlang barfuß auf kaltem Steinboden stehen. Einer der Beschuldigten vergewaltigte den Minderjährigen und ejakulierte auf dem blutenden Rücken des Buben, nachdem er ihn zuvor ausgepeitscht hatte. Das Gewaltopfer leidet – in direkter Konsequenz durch die Gewalt der beiden Padres – an einem 70%igen Gehörsverlust am linken Ohr, an einer Schulterluxation, an Depressionen sowie an eine nach wie vor ungeheilten Wunde im Gesäß. In einem Clearing Bericht der Klasnic Kommission bestätigt ein Psychologe diese Vorkommnisse. Drei weitere Gutachten attestieren die Glaubwürdigkeit des Betroffenen und es gibt weitere Betroffene. Auch die Täter sind geständig: ein profil-Bericht aus dem Jahr 2010 zitiert Padre Koloman V. mit den Worten: „Ich bin für die Hörbehinderung des Herrn Anton F. verantwortlich. Es tut mir unendlich leid. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Wir hatten damals keine Ausbildung, waren überfordert und haben mit nicht zu rechtfertigenden Methoden versucht, Ruhe und Ordnung zu schaffen. Ich leide darunter, muss damit leben und bitte Gott und Herrn F. um Verzeihung.“

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Erste Schmerzensgeldklage gegen Kloster

in Medienberichte

Missbrauchsopfer fordert 200.000 Euro

Ö1 | 26.1.2012

Seit der Welle an Missbrauchsvorwürfen vor zwei Jahren war viel von Schmerzensgeldklagen gegen die katholische Kirche die Rede. Die meisten Opfer haben sich aber mittlerweile an die Klasnic-Kommission gewandt. Ein Betroffener hat jetzt aber tatsächlich Schmerzensgeld einklagt: ein ehemaliger Internatsschüler im Vorarlberger Stift Mehrerau.

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Keine Verjährung für Missbrauchsfälle

in Medienberichte

Schüller: Kirche soll darauf verzichten

Ö1 | 26.1.2012

Offenbar erstmals seit der Welle an Missbrauchsvorwürfen vor zwei Jahren sieht sich die katholische Kirche jetzt einer Schmerzensgeldklage gegenüber. Noch ist nicht klar, ob sich das Kloster auf die Verjährung des Falles beruft. Jetzt werden aber Stimmen laut, die einen solchen Verjährungsverzicht der Kirche verlangen.

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Missbrauch – Pfarrer muss sechs Jahre hinter Gitter

in Medienberichte

Welt Online | 26.1.2012

Ein Geistlicher ist wegen des sexuellen Missbrauchs von Jungen verurteilt worden. Der 46-Jährige soll auch vom Priesteramt ausgeschlossen werden.

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Opfer klagt die Kirche auf 200.000 Euro

in Medienberichte

Trotz einschlägiger Vorstrafe betreute ein Pater im Zisterzienser-Kloster Mehrerau weiterhin junge Männer. Er vergewaltigte weiter.

Kurier | 26.1.2012

Erstmals verklagt ein Missbrauchsopfer nicht den pädophilen Pfarrer, sondern den Orden, wo der Geistliche als Biologielehrer und Jugendbetreuer tätig war. Pater Johannes B. soll den Kläger ab dem Jahr 1968 über drei Jahre lang kontinuierlich vergewaltigt haben.

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Missbrauch: Hebelt Kirchenopfer die Verjährung aus?

in Medienberichte

krone.at | 26.1.2012

„Das Kloster sollte sich in diesem Fall nicht hinter der Verjährung verstecken“ – das sagt nicht nur der Rechtsbeistand eines ehemaligen Internatsschülers, der als Bub über Jahre hinweg von einem Pater und Lehrer an einer Vorarlberger Klosterschule vergewaltigt worden sein soll. Der Fall scheint auf den ersten Blick einer von vielen zu sein. Allerdings wandte sich der Kläger hier nicht an die kirchliche Opferschutzkommission, sondern klagt auf zivilgerichtlichem Weg Schmerzensgeld ein – offenbar eine Premiere.

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