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Als Minderjährige von Pfarrer geschwängert: Eine Frau klagt an

in Betroffene berichten, Missbrauch, Pressemeldungen

Klosterschülerin im Erziehungsheim sexuell misshandelt, verprügelt, geschwängert und zur Adoptionsfreigabe gezwungen. Kardinal Schönborn schützte den Täter – er ist bis heute in kirchlicher Jugendarbeit in Wien aktiv. Schlimmer Verdacht: Wurden Schülerinnen ohne deren Wissen Eizellen entnommen?

(Hollabrunn, Wien, 4.5.18) Clara (Name geändert) wurde schon als Kind sexualisierte Gewalt angetan. In Bulgarien geboren und von ihrem Stiefvater jahrelang misshandelt, flüchtete sie mit ihrer Mutter nach Österreich. Mit 13 kam sie nach längerem Martyrium ins Schwesternkloster Hollabrunn. Clara konnte kein Deutsch, aber alle wussten bald, dass sie sexuelle Gewalt erlitten hatte. Sie galt als Freiwild und musste –nach ihren Angaben- dem dortigen Kaplan V. sexuell zu Diensten sein. Schon bei der ersten Beichte soll er übergriffig geworden sein, erinnert sich Clara: „Der Kaplan sagte mir, dass Gott mir meine Kindersünden nur vergibt, wenn ich ihn im Beichtstuhl oral befriedige.“ So ging es dann unter Drohungen und Einschüchterungen jahrelang weiter.

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Sexuelle Gewalt in Kremsmünster: Stift lehnt jede Verantwortung ab

in Pressemeldungen, Prozesse

Verurteilter Priester habe „außerhalb der Schulzeit agiert“ und sei stets als „korrekt“ bekannt gewesen. Steuerzahler soll für den Schaden aufkommen.

(Steyr, Kremsmünster, 4.5.18, PUR) Über 30 Jahre hat „Pater Alfons“ August Mandorfer mindestens 24 Schüler im Internat des Stift Kremsmünster sexuell gefoltert und sadistisch verprügelt und wurde dafür zu einer 12jährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die er derzeit verbüßt. Doch das Stift Kremsmünster weist jede Schuld von sich – jetzt, wo es um Schadensersatzforderungen eines ehemaligen Schülers geht, der grausamste Vergewaltigung und Schläge über sich ergehen lassen musste. In der Urteilsschrift von 2013 wurde die sexuelle Gewalt des Priesters August Mandorfer am Kläger beschrieben: „…indem er wiederholt an ihm den Oralverkehr bis zur Ejakulation durchführte, während er ihm zum Teil einen 10 bis 15 cm langen und 1 cm dicken Gegenstand in den Anus einführte und hin- und her bewegte (…) und mit seinem Penis in den Anus des Schülers einzudringen versuchte (..)“ Weiter werden „Stereowatschen“ und „sadistisch motivierte Züchtigungen mit einem Ochsenziemer“ erwähnt.

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Missbrauch: Klage gegen Stift Kremsmünster eingebracht

in Pressemeldungen, Prozesse

Ordensleitung setzte Schüler dem bekannten Pädokriminellen Pater Alfons aus.

Kremsmünster, Steyr (OTS) – Klage gegen das Stift Kremsmünster erhebt ein ehemaliger Internatsschüler nun beim Landesgericht Steyr. Christoph (Name geändert) war 1987 bis 1996 Internatsschüler im Stiftsgymnasium Kremsmünster. Er wurde neben zahlreichen anderen Schülern Opfer sexueller Übergriffe des Dr. August Mandorfer („Pater Alfons“), der dort Mönch, Lehrer und Internatsleiter war.

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Die Kinder lassen grüssen

in TV & Filme, Veranstaltungen

Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Betroffenen.

Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf – unter anderen führen uns zwei Geschichten nach Seekirchen am Wallersee. Ein beklemmender Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit. Der unaufgearbeitete Missbrauch bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft, ermöglicht durch ein Milieu der Unterdrückung und der Gottesfürchtigkeit. Eine Anklage, die sprachlos macht, aber auch Hoffnung: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt einer der Protagonisten des Films.

Fr., 13. April 2018, 20 Uhr

Kulturhaus Emailwerk Seekirchen
Anton-Windhager-Straße 7
Eintritt freie Spende

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Deutscher Partnerverein hilft seit 25 Jahren

in Pressemeldungen

Unser deutscher Partnerverein und Vorbild feiert sein 25-jähriges Bestehen!
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und gute Zusammenarbeit, wie im Fall der Aufdeckungen im Stift Klosterneuburg.

Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt richtet Anlaufstelle für ÖSV-Opfer ein

in Pressemeldungen

Folgt ÖSV-Präsident Schröcksnadel mit Waltraud Klasnic dem Vertuschungsmodell von Kardinal Schönborn?

(Wien, 28.11.17, PUR) Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt warnt alle Betroffenen sexueller Übergriffe im ÖSV vor dem Gang zur kirchlichen Opferschutzeinrichtung unter der Leitung von Waltraud Klasnic. Erstes Ziel dieser sogenannten „Anwaltschaft“ ist, Schaden von der Kirche abzuwenden und eine Aufklärung möglichst zu verhindern. Unzählige Betroffene sind mit „kirchlichen Almosen“ abgespeist worden, wurden schwer enttäuscht und vielfach retraumatisiert. Der kirchliche „Opferschutz“ agiert machtbewusst nur im Sinne der Kirche und verhindert so, dass sich Betroffene untereinander vernetzen, Serientäter ausgeforscht werden können und die Verjährung durchbrochen wird.

Unabhängige Betroffenen-Plattform

Die unabhängige Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, geführt von erfahrenen Peers und betreut von ExpertInnen, hat seit ihrem Bestehen viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen bei den Anliegen von Betroffenen sexueller Gewalt und Machtmissbrauch aufgebaut und ist zum öffentlichen Mahner geworden, wenn es um Gewalt in Institutionen geht. U.a. ist die Filmdokumentation „Die Kinder lassen grüßen“ www.die-kinder-lassen-gruessen.at entstanden. Die Plattform hat jetzt eine eigene Anlaufstelle für die Betroffenen sexualisierter Gewalt im ÖSV eingerichtet:

ÖSV-Opfer-Hotline:  info@betroffen.at

Plattform Betroffene kirchlicher Gewalt

in Allgemein

Wir sind die erste und einzige unabhängige Anlaufstelle von Betroffenen für Betroffene kirchliche Gewalt

Wir helfen Menschen die sexueller oder körperlicher Gewalt durch kirchliche MitarbeiterInnen ausgesetzt waren und sind. Weiters wollen wir der Vertuschung kirchlicher Einrichtungen entgegenwirken und die Bevölkerung über die Methoden der Täter und deren Auswirkungen aufklären, um unsere Kinder vor zukünftigen Übergriffen bestmöglich zu schützen.

  • Vertrauliche Anlaufstelle für Betroffene.
  • Erstberatung und Vermittlung von psychotherapeutscher Betreuung.
  • Vernetzung von Betroffenen.
  • Aufbau eines Dokumentationsarchivs.
  • Regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen.
  • Aufklärung und Medienarbeit

 

Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Betroffenen.

in TV & Filme, Veranstaltungen

Die Kinder lassen grüßen

Ein Dokumentarfilm über emotional und körperlich misshandelte Minderjährige in kirchlichen Einrichtungen.
Eintritt freie Spende

Mo., 20. November 2017, 19 Uhr
Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz Krems
3500 Krems, Langenloiserstraße 4

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(PM) Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt: Präsident Van der Bellen soll Konkordat mit Papst neu verhandeln.

in Pressemeldungen

Brief und Missbrauchs-Doku für Vatikan Chef übergeben

(Wien, 15.11.17, PUR) Die Aufhebung des Konkordats sowie die Behandlung aktueller Kirchenmissbrauchsfälle, das sind die Forderungen der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt an den Papst. Anlässlich des Zusammentreffens von Präsident Van der Bellen mit dem vatikanischen Staatsoberhaupt Franziskus übergab die Plattform dem Präsidenten im Vorfeld einen offenen Brief. Darin wird dieser ersucht, die Kündigung und Neuverhandlung des Konkordats mit dem Heiligen Stuhl zu ventilieren. “Denn dieser Vertrag aus faschistischer Zeit ist nicht mehr zeitgemäß, kostet dem österr. Steuerzahler Milliarden und verhindert zudem die Prävention von sexuellen Misshandlungen durch Kleriker an Kindern und leistet deren Vertuschung Vorschub. Dagegen zu wirken ist schließlich ein Hauptanliegen des gegenwärtigen Pontifikats”, so Sepp Rothwangl, Sprecher der Plattform.

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(PM) Missbrauchsskandal Stift Klosterneuburg: Betroffene demonstrieren vor Stift

in Missbrauch, Pressemeldungen

Vorwurf an Propst, den Täter unterstützt zu haben
Legendärer Kardinalschlitten, umgebaut zum Probst-Roadster, wird auffahren

(Klosterneuburg, 28.9.17, PUR) Die Ungereimtheiten rund um den von Johannes Heibel (Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.) aufgedeckten und nun von der „Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt“ weiter verfolgten Missbrauchsfall von 1993, über den dann im Nachrichtenmagazin profil berichtet wurde, schlagen weiter hohe Wellen. Nun kündigt die Plattform eine Demonstration vor dem Stift, im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am kommenden Freitag um 12.00 an. „Obwohl so viele Fakten am Tisch liegen, mauert und vertuscht die Kirche und entzieht sich ihrer Verantwortung“, erklärt Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform.

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