betroffen.at

Das war die Lange Nacht des Missbrauchs

in Medienberichte, Veranstaltungen

ein detailierter Artikel von Alexandra Bader
http://www.ceiberweiber.at

(8.10.2011) Am 6.Oktober am Stephansplatz – Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt und viele Mitwirkende luden zur „Langen Nacht des Missbrauchs“ vor dem Wiener Stephansdom. Von 17.30 Uhr bis 02.30 Uhr wurde den BesucherInnen ein Programm geboten, in dem Statements Betroffener, Analysen, Forderungen, Musik und andere künstlerische Darbietungen einander abwechselten.

Zwar wurde vorab im Internet, auf den Webseiten von Tageszeitungen, auch viel gelästert darüber, wie man etwas „Lange Nacht des Missbrauchs“ nennen kann. Das sei doch eine Verhöhnung der Opfer, und auch, dass Kabarett gemacht werden solle. Allerdings kamen viele Betroffene, die sich auch spontan zu Wort meldeten. Mit Zittern in der Stimme, nicht geübt, öffentlich zu reden, schon gar nicht, über entsetzliche Erfahrungen frei zu sprechen standen sie da und alle hörten gebannt zu.

Lesen Sie den gesamten Artikel [ursprünglich auf ceiberweiber.at]

Bilder und Videos zur Langen Nacht des Missbrauchs finden Sie unter:
nacht.kirchen-privilegien.at

Falter: Der Kirchenbeitrag zum Teufelswerk

in Medienberichte

Der Exorzismus feiert in der katholischen Kirche eine Wiederauferstehung. Psychisch Kranke müssen darunter leiden

Am Ende war es zu viel des Hokuspokus. Mitte vergangener Woche setzte der Linzer Bischof Ludwig Schwarz den Pfarrer der oberösterreichischen Gemeinde Kopfing, Andreas Skoblicki, ab. Der aus Polen stammende Geistliche, bei dessen Messen es laut seinen Anhängern zu Weinkrämpfen und Christus-Erscheinungen gekommen war, hatte ungetauften Nachwuchs als „Kinder der Sünde“ verdammt und soll die örtliche Schule als „Teufelswerk“ und ihre Lehrer als „vom Satan besessen“ bezeichnet haben.
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Missbrauchs-Skandal: Klasnic Kommission ignoriert eigenes Gutachten

in Medienberichte

Staatliche Aufklärung dringend gefordert

„Obwohl es sehr schmerzhaft für mich war, habe ich den neuerlichen Anforderungen der Klasnic Kommission entsprochen und mich einem psychologischen Clearing-Verfahren gestellt. Nun ignoriert die Kommission das Resultat ihrer eigenen Fachpsychologin, das ist sehr enttäuschend für mich!“ sagt Mirjam, jene Frau, deren Missbrauchsgeschichte vor zwei Monaten großes mediales Aufsehen erregte. Mirjam war als Minderjährige vom Tiroler Franziskanerpater Wolfgang Heiß im Vatikan sexuell missbraucht worden. Später sei sie auch von Leo Maasburg, Leiter der Missio Austria, massiv sexuell missbraucht worden, wie sie sagt. Mit ihm verband sie ein zwei Jahrzehnte langes Abhängigkeitsverhältnis (beruflich, seelisch, emotional). Sie habe sich am Höhepunkt ihrer seelischen Not, im Jahr 1994, an Christoph Schönborn gewandt, damals Weihbischof von Wien. Dieser hätte ihr Hilfe und Intervention bei Maasburg zugesagt, anscheinend jedoch nie etwas unternommen, mit Hinweis auf ein angebliches „Beichtgeheimnis“. Monsignore Maasburg selbst hat alle Vorwürfe, trotz dessen das ihn ein Clearingbericht schwer belastet, abgestritten. Vor kurzem hat er ein in Fachkreisen heftig kritisiertes „Ferngutachten“ vorgelegt, in welchem ein Psychiater Mirjam eine Borderline Störung attestiert, ohne sie je persönlich getroffen zu haben.
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Missbrauchsbetroffene der Kirche klagen Papst beim Internationalen Strafgerichtshof (ICC)

in Medienberichte
  • Rückenwind für das österr.Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien
  • Klage beschuldigt Vatikan-Verantwortliche der ’Verbrechen gegen die Menschlichkeit’
  • Betroffene verlangen von Kardinal Schönborn die Öffnung der geheimen Archive
  • Niko Alm: Konkordat jetzt kündigen

(Wien, Den Haag, 16.9.11, PUR) Am 13. Septemper hat SNAP, die internationale Organisation der Betroffenen von Missbrauch durch die Kirche, sowie die US-Menschenrechtsorganisation Center for Constitutional Rights (CCR) den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) offiziell aufgefordert, Ermittlungen gegen den Vatikan wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. SNAP-Mitglieder aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden und den USA reisten für ein Treffen mit dem Strafgerichtshof nach Den Haag. Konkret soll sich der Papst und drei weitere hochrangige Vatikan-Verantwortliche als Vorgesetzte der Täter vor Gericht rechtfertigen. Nachweisbar sind die systematische Vertuschung durch Joseph Ratzinger, dem jetzigen Papst und andere hochrangige Vertreter des Vatikan. Dokumente aus dem Besitz von Kirchenvertretern, die im Rahmen von Gerichtsverfahren und Untersuchungskommissionen ausgehändigt wurden, enthüllen ein Systemvon Verschwiegenheit, in dem die Sorge um das Ansehen der Kirche über allem anderen stand – auf Kosten der körperlichen und seelischen Gesundheit und sogar des Lebens von Kindern und schutzbedürftigen Erwachsenen.
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Der Papst soll für „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ büßen

in Medienberichte

Zwei US-Organisationen wollen den Papst und drei Kardinäle vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zerren. Der Vorwurf: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Auch Österreicher sollen sich an der Klage beteiligen.

Den Haag – Die Klage ging am 13. September beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein. 20.000 Seiten umfasst das Dokument, das der Klagschrift beigelegt ist und beweisen soll, dass vier Menschen in unzähligen Fällen für „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verantwortlich sein sollen.

Brisant ist das Quartett, das sich – nach dem Willen der Verfasser der Klagsschrift – in Den Haag vor Gericht verantworten sollen. Die Klage richtet sich gegen den Papst und drei Kardinäle.

>> Tiroler Tageszeitung (gesamter Artikel)

Missbrauchsbetroffene klagen Papst beim Internationalen Strafgerichtshof (ICC)

in Medienberichte

Die Initiatorinnen der Klage aus den USA zu Gast in Wien

In Den Haag beantragen SNAP – die weltweite Vereinigung „Überlebender sexualisierter Gewalt“ und das Center for Constitutional Rights (CCR) in einer umfangreichen Klagsschrift, dass führende Vatikanmitglieder wegen Vergewaltigung, sexueller Gewalt und Folter vor Gericht gestellt werden, in ihrer Funktion als Vorgesetzte und Ermöglicher für auf der ganzen Welt begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auf ihrer Europa Tournee informiert SNAP über Details und Hintergründe der Klage, über die weltweite Vernetzung von Missbrauchsbetroffenen und die geplante Zusammenarbeit mit österreichischen Betroffenen.

Am Podium:
Barbara Blaine, SNAP-Präsidentin und Missbrauchs-Betroffene, USA
Rita Milla, SNAP-Mitglied und Missbrauchs-Betroffene, USA
Katherine Gallagher, leitende Menschenrechts-Anwältin (Center for Constitutional Rights, USA)
Sepp Rothwangl, Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt
Niko Alm, Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien

www.CCRjustice.orgwww.kirchen-privilegien.at, www.snapnetwork.org

Freitag 16.9.2011, 9.30
Cafe Prückel, Stubenring 24, 1010 Wien

Presse-Rückfragen+Anmeldung (erforderlich):
FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Missbrauch: „Gravierende“ Übergriffe durch Geistliche

in Medienberichte

Eine Frau wirft zwei ranghohen Kirchenvertretern Missbrauch vor. Eine Psychologin bestätigt, dass die Übergriffe die Frau psychisch belasten. Das Gutachten war Voraussetzung für eine Entschädigung.

13.08.2011 | DiePresse.com

Kinderschutzgebiet

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https://www.youtube.com/watch?v=HETLWqM_EoI

Irischer Premier: Schwere Vorwürfe gegen den Vatikan

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orf.at, 20.7.2011

Der irische Premierminister Enda Kenny hat mit scharfen Worten den Vatikan für seinen Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch kritisiert. „Erstmals in Irland wird in einem Report über Kindesmissbrauch dargestellt, dass der Heilige Stuhl versucht hat, in einer souveränen Republik Untersuchungen zu behindern“, sagte Kenny mit Blick auf einen in der vergangenen Woche vorgestellten Report einer Regierungskommission.
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Missbrauchsvorwürfe in der r.k. Kirche: Dramatische Wendung Opfer überlebte nur knapp Selbstmordversuch

in Medienberichte

Mit einer traurigen Wende endet vorerst der jüngste Missbrauchsskandal der röm. kath. Kirche in Österreich: Mirjam (Name geändert) – jene Frau, die Missio-Chef Leo Maasburg sexuellen Missbrauch vorgeworfen hat und Kardinal Schönborn Mitwisserschaft – wollte sich am vergangenen Donnerstag, den 7.Juli 2011, das Leben nehmen.

Auslöser für die Verzweiflungstat war die offizielle kirchliche Reaktion („Vorwürfe ohne Fundament“) auf die Zurücklegung der Anzeige, die Mirjam gegen die hochrangigen Kirchenvertreter bei der Staatsanwaltschaft eingebracht hatte. Die Behörde hat wenige Tage nach erfolgter Sachverhaltsdarstellung bekanntgegeben, dass sie die Anzeige gegen den beschuldigten Geistlichen nicht weiter verfolgen wird, da abgesehen von einer Verjährung der Tatbestand der sexuellen Nötigung „schon objektiv nicht erfüllt sei.“ Die Betroffene wurde davon bis heute nicht verständigt.
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