betroffen.at

Mädchen von Nonnen missbraucht

in Betroffene berichten, Medienberichte

Über Frauen als Täterinnen wurde bisher in der Heimdebatte der Mantel des Schweigens gelegt. Ein Opfer aus Martinsbühel erzählt nun erstmals über schwersten sexuellen Missbrauch durch Nonnen. Die inzwischen 49-jährige Tirolerin hat in ihrer Kindheit die Hölle durchlebt, wie sie der Tiroler Tageszeitung erzählt. Besonders die fünf Jahre in Martinsbühel bei Zirl – ein Kinderheim, das von den Benediktinerinnen geführt wurde – sind in ihren Albträumen allgegenwärtig. „Wir mussten Erbrochenes essen. Wer nicht still war, musste stundenlang kniend mit einem Besenstiel im Mund ausharren. Wir wurden zur Zwangsarbeit aufs Feld geschickt und das um fünf Uhr in der Früh“, so die Frau.

Tiroler Tageszeitung

Wilhelminenberg zeigt: Staatliche Kommission jetzt!

in Medienberichte
  • Betroffene kirchlicher Gewalt fordern Einbindung der Betroffenen in neue Kommission
  • Klasnic-Kommission auflösen und in staatliche Stelle überführen

Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt sieht nach den nun bekanntgewordenen Vorfällen am Wiener Wilheminenberg die dringende Notwendigkeit gekommen, eine staatliche Kommission zur Aufarbeitung sämtlicher Missbrauchsfälle zu installieren: sowohl für Betroffene aus kirchlichen als auch aus staatlichen Einrichtungen. Dabei sollen die Entschädigungssummen von unabhängigen Gutachtern festgelegt werden. Eine Entscheidung über Zu- oder Aberkennung von Ansprüchen muss für die Betroffenen transparent und nachvollziehbar sein. „Auf keinen Fall darf das Fiasko der Klasnic-Kommission wiederholt werden. Dort werden Ansprüche völlig willkürlich festgelegt. Es gibt keine Begründung und keine Transparenz. Die von der Kommission angeordneten Clearings führen bei vielen Betroffenen zu einer neuerlichen Traumatisierung, viele erleben dieses Prozedere als Kränkung und Missachtung des Erlittenen“, sagt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt.

Klasnic-Kommission auflösen
Die schrecklichen Vorkommnisse im Kinderheim Wilhelminenberg zeigen, wie notwendig eine übergeordnete und unabhängige Überprüfungsinstitution ist. Nur so kann dieses dunkle Kapitel der österreichischen Geschichte ebenso wie die Kirchenskandale nachhaltig aufgearbeitet werden. „Daher fordern wir die sofortige Einrichtung einer übergreifenden staatlichen Kommission unter Einbindung der Betroffenen“, so Rothwangl. Jetzt ist eine neue Phase angebrochen. Die Klasnic-Kommission soll die Fälle an die neue Kommission übergeben.“ Rothwangl appelliert auch an Waltraud Klasnic kooperativ zu sein und den Betroffenen und dem Rechtsstaat noch diesen wichtigen Dienst zu erweisen.
www.kirchen-privilegien.at

Presse-Rückfragen: FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien: Bis Freitag liegen Unterstützungserklärungen noch auf allen Gemeinden auf

in Medienberichte

Das österreichische Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien steht knapp vor der nächsten Etappe. Bis Freitag den 14.10 liegen die Unterstützungserklärungen auf allen österreichischen Gemeindeämtern auf. Bis dahin können die BürgerInnen unbürokratisch in ihren Heimatgemeinden das Anliegen unterstützen. In Wien ist das auf allen Bezirksämtern möglich.

Das Volksbegehren fordert die Schaffung eines Bundesverfassungsgesetzes:
Zur Abschaffung kirchlicher Privilegien, die gigantische Steuererleichterungen, Subventionen sowie die Finanzierung christlicher Fakultäten, Schulen und Religionsvertreter aus Steuermitteln ermöglichen, im Ausmaß von rund 1 Milliarde EUR jährlich
Für eine klare Trennung von Kirche und Staat: Religion muss Privatsache bleiben
und:
3. Ein Bundesgesetz zur Aufklärung kirchlicher Missbrauchs- und Gewaltverbrechen, für die Installierung einer staatlichen unabhängigen Kommission, die auch die gesellschaftspolitische Dimension der Taten aufarbeitet und an die Betroffenen angemessene Entschädigungen nach irischem Vorbild ausbezahlt.
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Das war die Lange Nacht des Missbrauchs

in Medienberichte, Veranstaltungen

ein detailierter Artikel von Alexandra Bader
http://www.ceiberweiber.at

(8.10.2011) Am 6.Oktober am Stephansplatz – Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt und viele Mitwirkende luden zur „Langen Nacht des Missbrauchs“ vor dem Wiener Stephansdom. Von 17.30 Uhr bis 02.30 Uhr wurde den BesucherInnen ein Programm geboten, in dem Statements Betroffener, Analysen, Forderungen, Musik und andere künstlerische Darbietungen einander abwechselten.

Zwar wurde vorab im Internet, auf den Webseiten von Tageszeitungen, auch viel gelästert darüber, wie man etwas „Lange Nacht des Missbrauchs“ nennen kann. Das sei doch eine Verhöhnung der Opfer, und auch, dass Kabarett gemacht werden solle. Allerdings kamen viele Betroffene, die sich auch spontan zu Wort meldeten. Mit Zittern in der Stimme, nicht geübt, öffentlich zu reden, schon gar nicht, über entsetzliche Erfahrungen frei zu sprechen standen sie da und alle hörten gebannt zu.

Lesen Sie den gesamten Artikel [ursprünglich auf ceiberweiber.at]

Bilder und Videos zur Langen Nacht des Missbrauchs finden Sie unter:
nacht.kirchen-privilegien.at

Mädchen von Nonnen missbraucht

in Missbrauch

Über Frauen als Täterinnen wurde bisher in der Heimdebatte der Mantel des Schweigens gelegt. Ein Opfer aus Martinsbühel erzählt nun erstmals über schwersten sexuellen Missbrauch durch Nonnen. Die inzwischen 49-jährige Tirolerin hat in ihrer Kindheit die Hölle durchlebt, wie sie der Tiroler Tageszeitung erzählt. Besonders die fünf Jahre in Martinsbühel bei Zirl – ein Kinderheim, das von den Benediktinerinnen geführt wurde – sind in ihren Albträumen allgegenwärtig. „Wir mussten Erbrochenes essen. Wer nicht still war, musste stundenlang kniend mit einem Besenstiel im Mund ausharren. Wir wurden zur Zwangsarbeit aufs Feld geschickt und das um fünf Uhr in der Früh“, so die Frau.

Tiroler Tageszeitung

LANGE NACHT DES MISSBRAUCHS

in Veranstaltungen

Do., 6. Oktober 2011, 17:30 – 02:00
Stephansplatz, 1010 Wien
Eintritt frei

Eine Aktion der Inititative Volksbegehren gegen Kirchen-Privilegien
und der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt

Ob in der katholischen Kirche, in staatlichen Heimen oder im familiären Umfeld – Gewalt gegen Schwächere ist immer noch ganz real und allgegenwärtig.

Sie soll und darf kein Thema distanzierter Betrachtungen sein. Darum wenden wir uns mit einer bewusst provokanten AKTIONSVERANSTALTUNG an die Öffentlichkeit – um gemeinsam daran zu erinnern, dass zahlreiche Menschen in diesem Land für die Verharmlosung nach wie vor herrschender Gewaltstrukturen in Staat und Kirche nicht das geringste Verständnis haben.

>> Alle Details zur Veranstaltung

Falter: Der Kirchenbeitrag zum Teufelswerk

in Medienberichte

Der Exorzismus feiert in der katholischen Kirche eine Wiederauferstehung. Psychisch Kranke müssen darunter leiden

Am Ende war es zu viel des Hokuspokus. Mitte vergangener Woche setzte der Linzer Bischof Ludwig Schwarz den Pfarrer der oberösterreichischen Gemeinde Kopfing, Andreas Skoblicki, ab. Der aus Polen stammende Geistliche, bei dessen Messen es laut seinen Anhängern zu Weinkrämpfen und Christus-Erscheinungen gekommen war, hatte ungetauften Nachwuchs als „Kinder der Sünde“ verdammt und soll die örtliche Schule als „Teufelswerk“ und ihre Lehrer als „vom Satan besessen“ bezeichnet haben.
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Missbrauchs-Skandal: Klasnic Kommission ignoriert eigenes Gutachten

in Medienberichte

Staatliche Aufklärung dringend gefordert

„Obwohl es sehr schmerzhaft für mich war, habe ich den neuerlichen Anforderungen der Klasnic Kommission entsprochen und mich einem psychologischen Clearing-Verfahren gestellt. Nun ignoriert die Kommission das Resultat ihrer eigenen Fachpsychologin, das ist sehr enttäuschend für mich!“ sagt Mirjam, jene Frau, deren Missbrauchsgeschichte vor zwei Monaten großes mediales Aufsehen erregte. Mirjam war als Minderjährige vom Tiroler Franziskanerpater Wolfgang Heiß im Vatikan sexuell missbraucht worden. Später sei sie auch von Leo Maasburg, Leiter der Missio Austria, massiv sexuell missbraucht worden, wie sie sagt. Mit ihm verband sie ein zwei Jahrzehnte langes Abhängigkeitsverhältnis (beruflich, seelisch, emotional). Sie habe sich am Höhepunkt ihrer seelischen Not, im Jahr 1994, an Christoph Schönborn gewandt, damals Weihbischof von Wien. Dieser hätte ihr Hilfe und Intervention bei Maasburg zugesagt, anscheinend jedoch nie etwas unternommen, mit Hinweis auf ein angebliches „Beichtgeheimnis“. Monsignore Maasburg selbst hat alle Vorwürfe, trotz dessen das ihn ein Clearingbericht schwer belastet, abgestritten. Vor kurzem hat er ein in Fachkreisen heftig kritisiertes „Ferngutachten“ vorgelegt, in welchem ein Psychiater Mirjam eine Borderline Störung attestiert, ohne sie je persönlich getroffen zu haben.
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TSUNAMI IN DER SEELE – SEXUELLE GEWALT AN KINDERN

in Veranstaltungen

Erste konzertante-pianistische Buchpräsentation mit Publikums- Podiumsdiskussion
am Freitag, 23. September 2011, um 19:00 Uhr

Mag.  Dr. Rainer KÖNIG-HOLLERWÖGER (Hrsg.)
Verlag Der Apfel, ISBN 978-3-85450-285-2

im Festsaal des Magistratischen Bezirksamtes 3.Bezirk
1030 Wien, Karl-Borromäus-Platz 3
Eintritt frei

Begrüßung/Eröffnung: Erich Hohenberger, Bezirksvorsteher des 3. Wiener Gemeindebezirkes
Moderation: Mag. Martin Haidinger, Wissenschaftsjournalist im Rundfunk ORF OE1, Historiker, Kabarettist, Autor, Wien
Veranstalter: IPS-WIEN (Institut für Psycho-Soziale Fragen zur Erforschung, Aufarbeitung und Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs)

Opfer kirchlicher Gewalt fordern Klage gegen den Papst

in Allgemein

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