betroffen.at

Kardinal im Zwielicht?

in Medienberichte

Unabhängige Kommission auch zur Prüfung von Schönborns Vorgehensweise gefordert

(Wien, 25.11.10, PUR) Bisher schien Christoph Schönborn im kirchlichen Missbrauchsskandal ein Fürsprecher der Opfer zu sein, doch seit heute haben sich die Hinweise verdichtet, dass auch er womöglich selbst zu den von ihm kritisierten Vertuschern gehört: In der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ erhebt ein ehemaliges Experten-Mitglied der Ombudsstelle der Erzdiözese Wien schwere Vorwürfe gegen Kardinal Christoph Schönborn. Von vielen der heuer öffentlich gewordenen Fälle habe der Kardinal „mit Sicherheit“ gewusst, so wird er im Standard zitiert. ( http://derstandard.at/)

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Missbraucht, ignoriert, diffamiert: Betroffene kirchlicher Gewalt

in Medienberichte

Erstmals enthüllt detaillierter Bericht Schattenseite der römisch-katholischen Kirche

(Wien, 24.11.10, PUR ) Seit März 2010 gibt es die kirchenunabhängige Hotline für Betroffene kirchlicher Gewalt. Betroffene erhalten Erstberatung durch Klinische PsychologInnen sowie rechtlichen Beistand durch Rechtsanwälte. Der Bericht der Hotline offenbart in bisher noch nie da gewesener Form, statistisch aufbereitet, Fakten zu diesen dunklen Seiten der Kirche. Das Ausmaß kirchlicher Gewalt wurde erstmals in Österreich umfassend dokumentiert und wird nun öffentlich gemacht.

PK Pressetext deutsch [pdf]
PK Pressetext englisch [pdf]
Bericht der Unabhängigen Hotline für Betroffene kirchlicher Gewalt [pdf]

Tipp: Gespräche mit Überlebenden von Missbrauch

in Veranstaltungen

Gespräche mit Überlebenden von Missbrauch
Mögliche Wege der Aufarbeitung durch Dialog

Sexueller Missbrauch – Amtsmissbrauch – Machtmissbrauch
Familie | Jugendamt | Kirche | Heim | Gutachten | Psychiatrie | Gericht | Politik

Freitag, 5. November 2010
Palais Epstein, Innenhof, Dr.-Karl-Renner-Ring 1 (links neben Parlament, 1010 Wien)
Einlass: 13:00 | Beginn: 14:00 | Ende: 18:00
Eintritt: frei. Lichtbildausweis vorweisen!

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Subventionskaiser Kirche

in Allgemein

Millionenschwere Agrarförderungen für die katholische Kirche in Österreich

(Wien, PUR 25.10.10) Vor kurzem enthüllte der Journalist Hans Weiss im „Schwarzbuch Agrar“ die überdimensionierten Agrarförderungen an Supraverdiener in Österreich. Vergessen wurden dabei jedoch kirchliche Agrargüter. Denn die kritisierten Agrarsubventionen für Magna-Chef Wolf oder Banker Julius Meinl nehmen sich bescheiden aus im Vergleich zu jenen Summen, welche die millionenschwere Kirche in Österreich erhält. Im vergangenen Jahr bekam beispielsweise Stift Melk für seine Landwirtschaft EU-Agrarförderungen von sage und schreibe rund 436.000 EUR. Und Stift Heiligenkreuz, dessen Brüder unlängst auch wegen sexuellen Missbrauchs in den Schlagzeilen waren, lukrierte mehr als 613.000.- EUR an Agrarförderungen. Absoluter kirchlicher Subventionskaiser ist jedoch das Chorherrenstift Klosterneuburg: dieses erhielt im vergangenen Jahr satte 680.239,35 EUR an Subventionsgeldern. Das Erzbistum Wien, welches unzählige Immobilien in der Wiener City besitzt, durfte auch noch 449.000 EUR EU-Agrar-Subventionen kassieren. Allein die 15 größten kirchlichen Betriebe erhielten zusammen 4.063.563,66 Euro.

Download Agrarsubventionen Kirchliche Einrichtungen [pdf]
Download Subventionen Katholische Einrichtungen [pdf]

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Sexueller Missbrauch durch Professionelle in Institutionen

in Veranstaltungen

Interventions- und Präventionsstrategien in der Praxis
10.09.2010 von 10.00 – 17.00 Uhr
Selbsthilfegruppe Überlebt für Frauen und Mädchen mit sexuellen Missbrauchserfahrungen, Frauengesundheitszentrum ISIS
Alpenstraße 48, 5020 Salzburg

Referentin
Prof.in Dr.in Mechthild Wolff, Dozentin und Dekanin an der Hochschule Landshut/Fakultät Soziale Arbeit, stellvertretende Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V., Mitglied des Runden Tisches Kindesmissbrauch in Deutschland

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Schönbor-Klasnic Angebot: Neuerliche Verhöhnung der Betroffenen

in Medienberichte

(25.6.10 PUR) Die heute von der kircheneigenen Klasnic-Kommission angebotenen Entschädigungssätze (5.000 bis max. 25.000) werden von der kirchenunabhängigen Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt postwendend als neuerliche Beleidigung der Betroffenen strikt abgelehnt. Während die Kirchen-Kommission mehrfach betonte, großzügiger als die Judikatur sein zu wollen, ist der Maximalsatz mit EUR 25.000.- weit unter der ohnehin geringen gerichtlichen Schadenersatzsumme. Hier wurden für einen schweren Fall von Missbrauch bereits EUR 55.000 bezahlt. In Irland etwa, wurde im Schnitt jeder Betroffenen mit EUR 65.000.- entschädigt.

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Polizei durchsucht erzbischöfliche Büros in Brüssel

in Medienberichte

(ORF, 24.06.2010) Bei Ermittlungen wegen Missbrauchs von Kindern und Besitzes von Kinderpornografie hat die Polizei gestern Büros im bischöflichen Palast des Erzbistums Brüssel-Mechelen durchsucht. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga zufolge wurde auch das Büro des im Jänner zurückgetretenen Kardinals Godfried Danneels (77) durchsucht. Der Computer des einstigen Vorsitzenden der belgischen Bischofskonferenz wurde beschlagnahmt.

Opferanlaufstelle durchsucht
Das flämische Fernsehen VRT berichtete, die Durchsuchungen seien Teil von Ermittlungen, bei denen es darum gehe, ob die katholische Kirche Belgiens in den vergangenen Jahren über Missbrauchsvorwürfe gegen Priester Bescheid wusste und entsprechende Erkenntnisse geheim gehalten habe.

Die Polizisten beschlagnahmten bei einer anderen Hausdurchsuchung 450 Akten über angebliche Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Seelsorger. Diese Akten befanden sich in den Räumen einer Kommission in Löwen, die von der belgischen Bischofskonferenz als Anlaufstelle für Opfer eingerichtet worden war. Der Vorsitzende der Kommission, Peter Adriaenssens, protestierte gegen die Polizeiaktion und erklärte, es gebe mit der Staatsanwaltschaft eine Absprache über die Vertraulichkeit der Unterlagen.

Missbrauch in der Kirche: Kostenlose Rechtsvertretung für Betroffene

in Medienberichte

(Wien, 23.6.2010 PUR) Die kirchenunabhängige Plattform „Betroffene Kirchlicher Gewalt“ bietet kostenlose Rechtsvertretung (außergerichtlich) an. Betroffenen, welche sich bisher an die kirchliche Klasnic-Kommission unter Kardinal Schönborn oder an die Ombudsstellen der Diözesen gewandt haben, wird geraten, nicht voreilig Vergleiche, Stillschweigeabkommen o.ä. zu unterzeichnen. Auch diese Personen sind eingeladen, die ihnen vorgelegten Verträge durch die Anwälte der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt kostenlos überprüfen zu lassen.

Buchlesung und Podiumsdiskussion

in Bücher, Heimkinder, Veranstaltungen

Wir waren Heimkinder…
Zur Aufarbeitung der Geschichte Salzburger Kinder in staatlichen und kirchlichen Heimen der Nachkriegszeit

Montag, 21. Juni 2010, 19 Uhr
SN-Saal, Karolingerstraße 40, Salzburg
Eintritt frei

Auch in Salzburg hat die Debatte um Gewalt und Missbrauch bei Internats- und Heimkindern in den 50er- und 60er Jahren begonnen. Viele Erzieher waren von NS-Erziehungsbildern geprägt, Zöglinge erzählen von Schlägen und Übergriffen. Etliche Betroffene haben mit den psychischen und physischen Folgen ein Leben lang zu kämpfen.

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Ratzinger, Hayward oder echte Reue

in Allgemein

Schwanengesang: „Du salbest mein Haupt mit Öl“

Von Holger Eich

Am 11. Juni hat der Stellvertreter Gottes  und Bischof von Rom zum Herz-Jesu-Fest dem „Jahr der Priester“ gedacht und sich in seiner Predigt wieder einmal zum Thema des sexuellen Missbrauchs durch römisch-katholisch Geistliche geäußert. Die Presse war voll des Lobes.

Doch bei genauerer Lektüre seiner vielgerühmten Predigt wird wiederum deutlich, dass Benedikt noch immer nicht von der altbekannten Paranoia der Katholiken lassen kann. Und seine Bemerkungen über die Aufdeckung der Missbrauchspraxis seiner Hirten erst einmal mit den Worten einleitet:

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