derstandard.at, 24.7.2012
Altabt vor Zeugenaussage plötzlich erkrankt, beschuldigter Pater bleibt unauffindbar.
Feldkirch – Der als Zeuge geladene Altabt plötzlich erkrankt, der Täter wie gehabt unauffindbar. Am zweiten Prozesstag im Schadenersatzprozess eines Missbrauchsopfers gegen das Bregenzer Kloster Mehrerau blieb alles beim Alten: Das Kloster mauert. Die Forderung des Opfers nach 135.000 Euro Verdienstentgang und Schmerzensgeld ist weiterhin offen.
Im Internat des Klosters Mehrerau durfte ein Pater trotz einer Verurteilung wegen Missbrauchs als Erzieher, Lehrer, kurzfristig auch als Internatsleiter, arbeiten. Wusste die Klosterleitung von seiner Verurteilung? Welche Machtstellung hatte der Mann im Internat? Diese Frage sollte die zweite Tagsatzung im Schadenersatzprozess des ehemaligen Schülers, (eines von mehreren Gewaltopfern des Paters) klären.
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