betroffen.at

Die katholische Kirche und ihr Umgang mit Vorfällen sexueller, sexualisierter und psychischer Gewalt, Missbrauch und Vertuschung

in Bücher, Missbrauch

„Wer in absurden Welten lebt, begeht Grausamkeiten.“ (Voltaire)

Ich bin nun fast 10 Jahre lang Obmann der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, selbst Betroffener und habe durch meine Kontakte von Schicksalen unzähliger Mitbetroffener erfahren. Diese Erfahrungen und meine eigenen haben mein bisheriges Leben wesentlich beeinflusst und verändert. Unsere Arbeit zielt nicht nur auf die katholische Kirche, sondern generell gegen jede Form von sexueller Misshandlung und seelischer Manipulation, welche die Selbstbestimmung von Menschen behindert. Sie richtet sich auch an Betroffene in anderen religiösen oder weltanschaulichen Gruppen und Familien.

Publikation von Sepp Rothwangl
Heribert Franz Köck, Herbert Kohlmaier – Hg.
Gedanken christlichen Glaubens unserer Zeit
Nr 289 vom 2. März 2019

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Die Kirche muss sich ihren Problemen stellen, sonst ändert sich nichts!

in Missbrauch

Nachrichtensatire mit Oliver Welke | heute-show vom 01.03.2019
ZDF Mediathek

https://youtu.be/NKKbO83BLI8

Papst Franziskus hat am vergangenen Wochenende Bischöfe aus aller Welt zu einer historischen, viertägigen Konferenz im Vatikan geladen, um über den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in der Katholischen Kirche und den Kampf dagegen zu sprechen. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung hieß es in den Arbeitstiteln der Konferenz lange, es gehe bei dem Treffen um verstärkte Anstrengungen zum „Schutz von Minderjährigen und von Erwachsenen in Situationen der Anfälligkeit“. So hatte es der Papst selbst in einem Schreiben im Sommer zum Thema Missbrauch formuliert. Doch am Ende war auf der eigenen Internetseite nur noch vom „Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ die Rede.

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MISSBRAUCH und VERJÄHRUNG

in Missbrauch, Prozesse

Herausgegeben von Dr. Roman Schiessler · 25 Januar 2019

Es ist eine Tatsache, daß sich in Teilen der Gesellschaft sich der sexuelle Missbrauch aber auch allgemein die Misshandlung von Minderjährigen gleichsam eingenistet hat und etabliert. Allein die Dauer dieser Vorkommnisse und nicht nur die bloße Anzahl geben zu der Fragestellung Anlass, warum man dieses Phänomen bzw. diesen Missstand durch gesetzliche Maßnahmen einfach nicht in den Griff bekommt.

Zu den Artikeln:
Missbrauch und Verjährung
Die Verjährung als Einwand des Beklagten
Kirche und Völkerrecht

https://youtu.be/o2CQKqBLTII

Missbrauch: Kirche verhindert bei Gericht Entschädigungen

in Missbrauch, Pressemeldungen

Entgegen Schönborns Beteuerungen in der Öffentlichkeit wendet Kirche bei Gericht konsequent Verjährung ein

 

(Wien, 19.2.19, PUR) Im Fernsehen hat Kardinal Schönborn gegenüber der ehemaligen Nonne Doris Wagner behauptet, die Kirche verzichte im Falle von Gerichtsverfahren auf Verjährung. Dies ist unwahr, denn die Praxis der letzten Jahre zeigt: die Kirche hat in jedem einzelnen Fall Verjährung eingewendet, wenn ein Opfer sich an das Gericht wandte. So wurden in zahlreichen Fällen zivilrechtliche Schadenersatzleistungen verhindert – und das angesichts schwerster Gewaltstraftaten von sadistischer Folter, jahrelangen Schlägen, perversen Vergewaltigungen an Kindern, die Leben zerstört haben.

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Kommentar zu Schönborns Video-Botschaft von Sepp Rothwangl

in Betroffene berichten

Das Wichtigste ist Zuhören – Botschaft von Kardinal Schönborn zum „Anti-Missbrauchsgipfel“ in Rom
https://religion.orf.at/stories/2964777/

Schönborns Worte und sein Einsehen kommen bei Weitem zu spät und sind unglaubwürdig. Die Beteuerungen, Bußen und Entschuldigungen sind nur leere Worthülsen ohne wirkliche Änderung in der Einstellung. So spricht er noch immer von Missbrauchsopfern, was zeigt, dass er Kinder noch immer als Dinge versächlicht, die man gebrauchen und daher auch missbrauchen kann, also lebenslang als nicht selbstbestimmte Opfer bezeichnen kann. Er sieht sie nicht als Personen, Menschen, sondern als Schafe, Lämmer und er ist der Hirte.

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Türanhänger „STERNSINGER NEIN DANKE“

in Allgemein

Zusendung gegen eine Spende von € 2.- / pro Stk. für die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, plus € 1,- Porto.

Bestellung mit Angabe von Stück-Anzahl und Adresse bei vernetzung@betroffen.at.
Mit Bestätigung der Bestellung erfolgt Angabe der Bankverbindung und nach Überweisung werden der/die Anhänger per Post versendet.

Selbstabholung gegen eine Spende von € 2.- / pro Stk. nach telefonischer Terminvereinbarung: 01/522 40 28 (Werbeagentur FOX, Halbgasse 7, 1070 Wien).

Jarolim-Vorstoß für rechtliche Besserstellung von Kirchenopfern

in Pressemeldungen, Prozesse

Ausweitung der Heimopferrente.Verjährung von sexuellem Missbrauch abschaffen, Religionsgemeinschaften sollen künftig selbst Opferentschädigung bezahlen. Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt begrüßt Vorstoß.

(Wien,Graz, 29.11.18, PUR) „Ist sexuelle Gewalt weniger schrecklich, wenn sie in Pfarren passiert als in kirchlichen Kinderheimen?“. Diese beklemmende Frage stellen sich viele Opfer, die in Pfarren vergewaltigt oder missbraucht wurden. Anlassfall eines nun sogar beim VfGH anhängigen Verfahrens ist solch eine Ungleichbehandlung eines steirischen Opfers. Der 52-jährige Akademiker wurde derart massiv geschändet, dass er erwerbsunfähig wurde. Infolgedessen fordert er eine lebenslange Opferrente nach dem Heimopferrentengesetz (HOG), doch dieses begünstigt nur Personen, „die sich in entsprechenden Einrichtungen der Kirchen befanden“.

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Herr M. L. berichtet

in Betroffene berichten

Es ist nicht einfach, ich habe gerade elf Wochen Therapie hinter mir und trotzdem stehe ich immer noch neben mir!

Meine Geschichte ist, dass ich meine Frau betrogen habe und für mich nach den Grund gesucht habe, ich wollte wissen warum ich mich so verhalte!

Immer wieder habe ich mich im Netz nach anderen Frauen umgesehen, jedoch wenn es intimer wurde habe ich den Kontakt abgebrochen!
Dann hatte ich mit einer Kollegin eine Affäre, jedoch nicht mit ihr geschlafen! So der Stand jetzt!

Vor zwei Jahren habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht, in der wir nach einem Jahr, nach intensiver Arbeit darauf kamen: Säckchen in meiner Kindheit , als ich Messdiener war von dem Pastor missbraucht wurde! wie folgt!

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Frau C.K. berichtet

in Betroffene berichten

Ich habe alle Notizen etc. vernichtet, um Abstand zu gewinnen, aber manches vergisst man nie.

1970/71. Begonnen hat meine Kirchenkarriere in der 2. Klasse, weil ich so gut lesen konnte. Ich musste meinen Unterricht verlassen um zu üben, wann immer jemand für einen Gottesdienst gebraucht wurde um irgendetwas vorzulesen. Meine Mitschüler hatten Unterricht, ich musste lesen üben gehen in die Klasse, die gerade den Gottesdienst vorbereitete. Ich wollte das nicht und fühlte mich ausgenutzt. Sie verfügten über mich wie über einen Gegenstand.

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Sexueller Missbrauch – Das Ausmaß des Verbrechens

in Allgemein, Deutschland, Missbrauch

Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. „Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar“, heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares „mindestens“. Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

Quelle: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/komplettansicht